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Kommende Buchkritiken
Blood Magic - Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut
Blood Magic
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Autor
Tessa Gratton
Genre Jugendbuch
Verlag cbj ISBN 978-3570152867 Übersetzung Anne Brauner Erscheinungsdatum (D) 18.07.11 Erschienen 2011 Seiten 448 |
Inhalt
Es funktionierte tatsächlich! Mit ein paar einfachen Zutaten, einem lateinischen Spruch und wenigen Tropfen ihres Blutes hatte sie einem welken Blatt neues Leben eingehaucht. Die Euphorie machte sie so lebendig, wie sie seit dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern nicht mehr gewesen war. Dabei war Silla zunächst mehr als skeptisch gewesen, als sie gesehen hatte, dass es sich bei dem Buch, das ihr ein gewisser geheimnisvoller „Diakon“ geschickt hatte, um eine Aufschrift ihres Vaters handelte. In seiner feinen Schrift waren hier Anleitungen zu diversen Zaubern zu lesen, deren Schlüssel immer das eigene Blut war. Ihr Vater ein Hexer? Eigentlich undenkbar.
Silla ist wie berauscht, und zusammen mit ihrem ältern Bruder Reese stürzt sie sich in die Enträtselung der unbekannten Fähigkeiten ihres Vaters. Immer tiefer gerät sie dabei in den Rausch der Magie, über deren Gefahren der neue Nachbarsjunge Nicholas mehr zu wissen scheint. „Nick“ kennt die zerstörerische Macht der Blutmagie nur zu gut, doch kann er Silla helfen, sich nicht in ihr zu verlieren?
Buchkritik von Melanie Frommholz
Mit „Blood Magic“ legt die junge Autorin Tessa Gratton ein lesenswertes Debüt vor, das mit einer neuen Mischung aus Romantik und Magie fesselt. Endlich ein Jungendbuch, das auch ohne Vampire und Werwölfe auskommt! Nostalgische Blutmagie verbindet sich hier mit einer romantischen Lovestory zu einer faszinierenden Hexengeschichte, für die die Autorin eine altersgerechte Sprache gefunden hat. „Blood Magic“ überrascht dabei immer wieder mit falschen Fährten und guten Wendungen, die sich gegen Ende zu einem spannenden Showdown vereinen. Mit Silla und Nick hat die Autorin gute Hauptfiguren geschaffen, denen in ihrer Zeichnung zwar ab und an noch mehr Tiefe gut gestanden hätte, die aber insgesamt gelungen agieren und schnell die Sympathien für sich gewinnen. Insbesondere die Szenen, in denen sich die beiden näher kommen, sind Tessa Gratton sehr gut gelungen, und man spürt das magische Flirren der ersten großen Liebe zwischen den Zeilen.
Schade ist, dass sich der ständige Wechsel der Erzählperspektive zwischen den beiden im Verlauf der Handlung als nicht durchweg stimmig herauskristallisiert. Silla und Nick sind in ihrer Ich-Erzählsprache nicht markant genug voneinander abgegrenzt, so dass man immer wieder aufpassen muss, aus welcher Sicht man das Geschehen gerade verfolgt. Zu Beginn nimmt man diesen Kniff noch als neu und interessant wahr, im Verlauf der Geschichte bremst Gratton ihren Erzählfluss damit aber mehr aus, als dass sie ihn unterstützt. Ohne diesen Hemmschuh wäre aus „Blood Magic“ sicherlich ein durchweg mitreißendes Jugendbuch geworden.
Wissenswertes
"Blood Magic - Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut" ist das erste Buch von Tessa Gratton.
