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Kommende Buchkritiken
Der Augenjäger
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Autor
Sebastian Fitzek
Genre Thriller
Verlag Droemer Knaur ISBN 978-3-426-19881-0 Erscheinungsdatum (D) 27.09.11 Seiten 428 |
Inhalt
Alexander Zorbach befindet sich mitten im Grauen. Gerade wurde seine Frau ermordet und noch immer ist er auf der Suche nach seinem Sohn Julian, für dessen Leben ihm der Augensammler ein Ultimatum gesetzt hatte. Es kommt zu einem Showdown, in dessen Verlauf Zorbach versucht, sein Leben zu beenden, um das von Julian zu retten. Doch auch das soll ihm nicht gelingen und Zorbach findet sich selbst psychisch und physisch vollkommen am Ende in einer geheimen Klinik wieder. Zur selben Zeit wird die Bevölkerung Berlins erneut von einem Horrorszenario geschockt. Ein weiterer Serienkiller treibt sein Unwesen, der Augenjäger. Er entführt Frauen, entfernt ihnen die Augenlider und vergewaltigt sie mehrfach. Dann lässt er sie frei. Alle seine Opfer haben bisher Selbstmord begangen und auch in der Klinik, in der Zorbach sich aufhält, befindet sich eine von dem Augenjäger geschundene Frau, mit der Zorbach im Laufe der Geschehnisse zusammentreffen wird. Ebenfalls zeitgleich wird Alina Gregoriev, die blinde Physiotherapeutin, mit deren Hilfe Zorbach den Augensammler aufgedeckt hatte, von der Polizei gebeten, den in Untersuchungshaft sitzenden Augenjäger zu behandeln, denn es ist bekannt, dass Alina durch Berührung in das Leben der Patienten sehen kann. Leider ist dem Augejäger nämlich nichts Konkretes nachzuweisen, sodass zu befürchten steht, dass er ohne Verhandlung wieder auf freien Fuß gesetzt wird. Irgendwann finden sich dann alle wieder zu einem makabren Spiel zusammen, dessen Verlauf vollkommen aus den Fugen gerät...
Buchkritik von Angelika Koch
Sebastian Fitzek hat sich mit diesem Buch entschieden, zum ersten Mal auf ein anderes seiner Bücher, nämlich den „Augensammler“ aufzubauen. Um diese neue Geschichte zu verstehen, ist es allerdings nicht zwingend notwendig, die vorherige gelesen zu haben. Auch so kann man der Geschichte des Augenjägers gut folgen und auch als Fitzek-Neulinge die Schreibkunst des Autors genießen. Fitzek schafft es auch hier wieder, den Leser von der ersten Zeile an magisch an sein Buch zu binden und ihn absolut im Trüben fischen zu lassen. Es gibt wenige Autoren, die es so gut verstehen, einen Plot so verworren und vielschichtig anzufangen, zur Spitze zu treiben und erst ganz am Schluss aufzulösen, jedoch nicht ohne dem Leser zuvor noch eine unerwartete Wendung zu präsentieren. Auch beim „Augenjäger“ wird der Leser wieder in diesen Strudel geworfen, mitgerissen, durchgeschüttelt und am Ende im positiven Sinne vollkommen erledigt wieder ausgespieen. Neu an dieser Geschichte ist allerdings, dass der Autor am Schluss der Geschichte zutiefst aber absolut unkitschig emotional wird, man kann nicht anders, als einen Kloß im Hals zu bekommen und gegen die Tränen zu kämpfen. Genau wie im richtigen Leben, gibt es auch in Fitzeks Büchern oftmals kein Happy-End, kein Hollywood, sondern die nackte, traurige Realität. Wenngleich die Geschichte an manchen Stellen doch etwas konstruiert und übertrieben wirkt, im Endeffekt ist sie mehr als gelungen.
Wissenswertes
Ebenfalls von diesem Autor erschienen sind bis jetzt
Die Therapie
Amokspiel
Das Kind
Der Seelenbrecher
Splitter
Der Augensammler

