Sieben Minuten nach Mitternacht

A Monster Calls

Sieben Minuten nach Mitternacht

Autor Patrick Ness, Siobhan Dowd Genre Jugendbuch
Verlag cbj
ISBN 978-3-5701-5374-1
Übersetzung Bettina Abarbanell Erscheinungsdatum (D) 29.08.11   
Erschienen 2011  Seiten 216

Inhalt

Conor O’Malley ist ein Junge mit viel zu viel Last auf seinen schmalen Schultern. Seine Mutter ist krank und beginnt gerade die dritte Behandlung, die ihr Leben vielleicht retten könnte. Der Junge und seine Mutter glauben daran, hoffen, dass alles gut werden wird.
Eines Nachts, um genau sieben Minuten nach Mitternacht, steht ein Monster vor Conors Schlafzimmerfenster. Es ist die alte Eibe, die stolz und erhaben nicht weit von dem Haus seiner Familie entfernt steht. Doch das Monster macht Conor keine Angst, vielmehr der Albtraum, den er in letzter Zeit sehr oft hat. Das Monster ist gekommen, um ihm zu helfen – auch wenn Conor das nicht versteht. Es wird ihm drei Geschichten erzählen und danach muss Conor eine vierte, die Wahrheit, hinzufügen. Nur wenn Conor sich dieser Wahrheit stellt, kann das Leben weitergehen…

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 6 von 5 Bs Es war die Idee der britischen Schriftstellerin Siobhan Dowd, die dieses Buch eigentlich schreiben wollte. Doch sie erlag 2007 ihrem schweren Krebsleiden. Der Kinder- und Jugendbuchautor Patrick Ness nahm sich anschließend der Idee an und bringt uns nun, in sympathischer Co-Zusammenarbeit mit Siobhan Dowd, die das leider nicht mehr erleben durfte, die Geschichte von „Sieben Minuten nach Mitternacht“ in die Buchläden. Wir können von Glück reden, dass Ness sich der Herausforderung stellte, seine eigene Stimme benutzte und uns so noch einmal den Namen Siobhan Dowd ins Gedächtnis ruft.
„Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist ein herausragendes Stück Geschichte, das durch ganz viele Eckpunkte wahrhaftig etwas ganz Besonderes ist. Conor O’Malley, das Zentrum der Handlung, ist eine wunderbare Figur geworden. Echt, kraftvoll und mitreißend. Dieser Junge ist fantastisch gezeichnet worden und nimmt den Leser mit in eine eindrucksvolle und berührende Geschichte.
Die Ideen von Dowd und Ness gehen tief, sowohl in der Erzählung, als auch im Leser selbst. Ganz viele Wahrheiten sind hier zu entdecken, die uns darauf aufmerksam werden lassen, was im Leben zählt und was nötig ist, um tatsächlich leben zu können. Im Fall von Conor berührt diese erzählte Geschichte sehr und lässt betroffene, aber auch hoffnungsvolle Leser zurück, die diesen Jungen und seine Geschichte eine ganz lange Zeit, vielleicht nie, vergessen werden.

Wissenswertes

Die eindrucksvollen Illustrationen stammen von Jim Kay.

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