Der Fluch der Abendröte

Der Fluch der Abendröte

Autor Leah Cohn Genre Fantasy
Verlag Krüger
ISBN 978-3-8105-1075-4
Erscheinungsdatum (D) 05.05.11   Seiten 464

Inhalt

Nach dem schicksalhaften Kampf, dem sich Nathanael und Aurora mit Nathanaels Widersacher Caspar von Kranichhausen aussetzen mussten, scheint endlich Ruhe eingekehrt zu sein im Leben Sophies und ihrer kleinen Familie. Fünf Jahre sind seither ins Land gegangen, und Sophie lebt mit Nathanael und Aurora glücklich und zufrieden in der alten Villa, die sie geerbt hat. Doch das Glück der Familie wird alsbald überschattet, mehren sich doch die Anzeichen dafür, dass in Aurora allmählich das Erbe ihres Vaters erwacht. Sophie kann nicht länger übersehen, dass die Gefahr besteht, dass ihre Tochter zu einer Nephila werden könnte. Zudem hat sie das Gefühl, dass etwas Dunkles, Unheimliches ihr Haus und ihre Familie beobachtet – ist der totgeglaubte Caspar von Kranichhausen doch noch am Leben?

Dann verschwindet Nathanael von einer Sekunde zur nächsten und bittet Sophie in einer kurzen Mitteilung darum, Hallstatt zusammen mit Aurora umgehend zu verlassen. Doch noch ehe Sophie weiß, wie ihr geschieht, überstürzen sich die Ereignisse. Aurora und ihre Freundin Mia werden entführt, und zusammen mit Mias Vater Jonas macht Sophie sich auf, die beiden Mädchen aus den Fängen einer dunklen Macht zu befreien…

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Mit „Der Fluch der Abendröte“ erzählt Leah Cohn die Geschichte um Sophie, ihre große Liebe, den Nephilim Nathanael und deren gemeinsame Tochter Aurora aus „Der Kuss des Morgenlichts weiter“. Sie setzt die Handlung fünf Jahre nach dem Ende des ersten Bandes an und macht dem Leser sehr schnell klar, dass hier noch genügend Stoff für weitere Bände geboten ist. Sofort wird deutlich, dass Aurora die Schlüsselfigur dieses Romans ist, deren Kräfte immer stärker und mächtiger werden. Sophie und Nathanael hingegen verlieren immer mehr an Bedeutung und können nicht mehr so wirklich überzeugen. Sieht man auf Sophies Leugnung der Verwandlung ihrer Tochter noch mit einem gewissen Verständnis, bleiben Nathanaels Beweggründe weitestgehend im Dunklen, was dem Stoff viel von seiner Faszination raubt. Alles scheint darauf ausgelegt, Aurora zur eigentlichen Hauptfigur zu erheben – was alle anderen Charaktere merkwürdig blass erscheinen lässt. Selbst der finstere Caspar von Kranichhausen wird in seiner Rolle immer verschwommener und unklarer und wirkt dadurch hin und wieder unfreiwillig komisch.

Auch wenn „Der Fluch der Abendröte“ eine durchaus faszinierende und spannende Geschichte zu erzählen hat, wirkt vieles doch zu sehr konstruiert und damit unglaubwürdig. Die Wendungen, so überraschend sie teilweise auch sein mögen, können nicht immer überzeugen und wirken insgesamt zu gewollt. Obwohl Leah Cohn hier eine streckenweise wirklich spannende Geschichte erzählt, gelingt es ihr nicht, die Qualität von „Der Kuss des Morgenlichts“ zu erreichen.

Wissenswertes

Diese Reihe umfasst folgende Teile:
Der Kuss des Morgenlichts
Der Fluch der Abendröte

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