Aktuelle Autoren
Aktuelle Buchkritiken
- März
- African Queen
- März
- Ashby House
- März
- Atem
- März
- Aufziehendes Gewitter
- März
- Die Bestimmung
- März
- Die Geheimnisse des Nic...
- März
- Die Nacht
- März
- Die Schuldlosen
- März
- Du und ich
- März
- Etwas endet, etwas beginnt
- März
- Garp und wie er die Welt sah
- März
- Nachricht von dir
- März
- Räuberleben
- März
- Schwarzer Schmetterling
- März
- Sie und er
- März
- Splitterwelten
- April
- Die 39 Zeichen - 9
- April
- Liebe und andere Ver...
- April
- Sarg niemals nie
- April
- Schweig still mein M...
- Mai
- Der Wald wirft schwarze Sch...
- Mai
- Meine Schwester lebt auf...
- Mai
- Oneiros
- Mai
- Schnitt
Kommende Buchkritiken
Todesstoß
I can see you
|
Autor
Karen Rose
Genre Thriller
Verlag Knaur ISBN 978-3-426-66357-8 Übersetzung Kerstin Winter Erscheinungsdatum (D) 02.05.11 Erschienen 2009 Seiten 650 |
Inhalt
Eve Wilson, angehende Psychologin, hat schon viel Schlimmes hinter sich und hat sich im Laufe der letzten Jahre ein neues Leben aufgebaut. Neben ihrem Psychologiestudium jobbt sie in einer Bar, in der ihr immer wieder Detective Noah Webster begegnet. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, bringen es aber nicht fertig, sich dies gegenseitig einzugestehen. Eine Mordserie jedoch wird die beiden zwangsläufig zueinander führen, denn es handelt sich bei den Opfern allesamt um Frauen, die an einer psychologischen Studie, die Eve leitet, teilnehmen. Diese Studie befasst sich mit Suchtverhalten in virtuellen Spielwelten und es scheint so, als ob der Mörder genau dort seine Opfer aussucht und kontaktiert. Doch der Täter ist klug und seine Pläne perfide. Er schafft es ein ums andere Mal, die Polizei hinters Licht und auf falsche Fährten zu führen. So kommt es, dass ein Mord nach dem anderen geschieht, ohne dass eine einzige brauchbare Spur verfolgt werden kann. Doch eines ist sicher, nach und nach merken Noah und Eve, dass auch sie beide unmittelbar bedroht sind und ein Wettlauf mit der Zeit und gegen die eigenen Ängste beginnt……
Buchkritik von Angelika Koch
Der Plot an und für sich und auch die Protagonisten an und für sich haben viel Potential und so geht das Buch gut an den Start. Karen Rose versteht es, den Figuren Leben einzuhauchen, und anfangs begeistert sie durchaus noch durch die Zeichnung der Charaktere und die Schlüssigkeit der Geschichte selbst. Doch recht bald verläuft sich die storyline und versumpft in herzzerreißenden Liebeswehen. Will Eve nun ihrem (Liebes-)leben eine neue Chance geben oder nicht? Will sie Detective Webster erlauben, sie zu erobern oder nicht? Kann Noah sie davon überzeugen, dass er der Richtige ist oder nicht? Soviel Hin und Her, ja oder nein vielleicht oder vielleicht doch nicht, ist einfach nicht auszuhalten. Sie verzehren sich vor Liebe zueinander, aber – ach – es darf nicht sein. Nein, niemals – oder doch? Auch die von der Autorin dargestellten Liebesszenen rufen keinerlei Regungen beim Leser hervor, viel zu platt und nüchtern sind sie dargstellt. Wenn schon Liebeszenen unbedingt in einem Thriller sein müssen (obwohl man sich darüber streiten könnte, ob die da wirklich hingehören), dann doch bitte mit ein bisschen Pfeffer und Sexappeal.
In diesem Buch dreht sich viel zu viel um das Gefühlschaos von Eve und Noah und der Plot an und für sich muss dabei auf der Strecke bleiben. Zu allem Übel ist jedem halbwegs intelligenten Leser schon recht bald klar, wer der Mörder ist. Diese beiden Defizite zusammen genommen, ergeben eine unverzeihliche Summe und somit verkommt ein im Ansatz durchaus gutes Buch zur Trivialliteratur.
