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Kommende Buchkritiken
Sündentod
Deuil de Miel
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Autor
Franck Thilliez
Genre Thriller
Verlag Ullstein ISBN 987-3-548-26918-4 Übersetzung Ingrid Kalbhen Erscheinungsdatum (D) 01.04.11 Erschienen 2006 Seiten 366 |
Inhalt
Kommissar Franck Sharkos Leben ist eine einzige Katastrophe. Nachdem er vor Jahren seine Frau Suzanne aus den Klauen des Roten Engels befreit hatte und sich diese nur schleppend von den seelischen und körperlichen Foltern erholt hatte, kam es zum Schlimmsten. Sie und ihre Tochter Eloise sterben bei einem Unfall. Sharko sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, dümpelt vor sich hin und nur starke Psychopharmaka halten ihn noch über Wasser. Ein grausamer Mord an einer Frau, die kahl rasiert und ohne klare Todesursache in einem Beichtstuhl aufgefunden wird, nimmt dann jedoch wieder seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Sein scharfer, analytischer Verstand wird zu neuem Leben erweckt und Sharko stürzt sich in die Ermittlungen. Dabei wird er von den versteckten Hinweisen des Mörders von einem Schreckensschauplatz, der immer mit Insekten aller Art „gespickt“ ist, zum nächsten gejagt und in der schwülen Hitze des Pariser Sommers verausgabt er sich bis zum Äußersten. Gleichzeitig taucht bei ihm in der Wohnung ein geheimnisvolles Mädchen auf, das ihm nicht mehr von der Seite weichen will und das ihn immer wieder fast um den Verstand bringt. Die Spur des Mörders führt in dessen Vergangenheit und Sharko sieht sich mit finsteren Wahrheiten in Bezug auf die Morde, aber auch in Bezug auf sich selbst konfrontiert…..
Buchkritik von Angelika Koch
Thilliez erzählt hier eine herausragend gut konstruierte Geschichte, die dem Leser ein ums andere Mal Schreckensschauer über den Rücken jagt. Mal wieder könnte es grausiger, ekliger und finsterer nicht sein. Man erfährt Dinge, von denen man niemals geglaubt hätte, dass es sie gibt. Und doch versteht der Autor es, diese Abartigkeiten in einem Thriller der Oberklasse an den Leser zu bringen. Sharkos Verzweiflung ist zum Greifen nahe, die drückende Schwüle spürbar, der finstere Moloch menschlicher Abgründe erwacht vor dem geistigen Auge zum Leben. Dieses Buch zwingt dem Leser eine solch dichte Spannung auf, dass er es kaum schaffen wird, es überhaupt zur Seite zu legen. Bis zum Schluss bleiben Fragen offen, düstere Geheimnisse ungeklärt und Sharkos Leiden wie eine offene Wunde. Kaum zu glauben, wie fesselnd ein Buch sein kann, wie sehr man sich in eine Geschichte begeben kann. Dies gelingt Thilliez auch hier wieder in herausragendem Maße. Das ist an sich nichts Neues, aber immer wieder Begeisterndes. Seine Fans danken es ihm.
Was jedoch etwas betrüblich ist, ist die Tatsache, dass der letzte Teil der Zusammenfassung im Klappentext schlicht und einfach nicht mit der Geschichte übereinstimmt. Da drängt sich dem aufmerksamen Leser doch der Verdacht auf, dass vom Schreiber derselben das Buch gar nicht richtig gelesen wurde. Schade.
Wissenswertes
Ebenfalls im Verlag Piper von diesem Autor erschienen:
Der Rote Engel
Die Kammer der toten Kinder
Im Zeichen des Blutes
Blutträume
