Aktuelle Autoren
Aktuelle Buchkritiken
- März
- African Queen
- März
- Ashby House
- März
- Atem
- März
- Aufziehendes Gewitter
- März
- Die Bestimmung
- März
- Die Geheimnisse des Nic...
- März
- Die Nacht
- März
- Die Schuldlosen
- März
- Du und ich
- März
- Etwas endet, etwas beginnt
- März
- Garp und wie er die Welt sah
- März
- Nachricht von dir
- März
- Räuberleben
- März
- Schwarzer Schmetterling
- März
- Sie und er
- März
- Splitterwelten
- April
- Die 39 Zeichen - 9
- April
- Liebe und andere Ver...
- April
- Sarg niemals nie
- April
- Schweig still mein M...
- Mai
- Der Wald wirft schwarze Sch...
- Mai
- Meine Schwester lebt auf...
- Mai
- Oneiros
- Mai
- Schnitt
Kommende Buchkritiken
Du stirbst zuerst
The Hollow City
|
Autor
Dan Wells
Genre Thriller
Verlag Piper ISBN 9-783-49226-858-5 Übersetzung Jürgen Langowski Erscheinungsdatum (D) 01.10.11 Erschienen 2011 Seiten 448 |
Inhalt
Nur langsam erkennt Michael Shipman, der gerade sein Bewusstsein wiedererlangt hat, dass er in einem Krankenhaus liegt, umringt von Ärzten und Schwestern, die ihn neugierig beäugen. Doch so sehr er sich bemüht, er weiß nicht mehr, wie er dorthin geraten ist und was er zuvor gemacht hat. Was er aber ganz sicher weiß, ist, dass er beobachtet und verfolgt wird. Von den Gesichtslosen, die ihn mit Hilfe aller elektrischen und elektronischen Geräte aufspüren können. Doch die Ärzte sind anderer Meinung, ihre Diagnose lautet: Schizophrenie. So sehr Michael sich auch wehrt und zu erklären versucht, dass seine Ängste nicht auf Halluzinationen beruhen, man glaubt ihm nicht und schlussendlich wird er in eine psychiatrische Klink verfrachtet, in der man ihn mit Medikamenten ruhigstellen will. Aber es kommt noch schlimmer, denn bald muss Michael erkennen, dass er auch gleichzeitig verdächtigt wird, ein grausamer Serienkiller zu sein, der seinen Opfern regelrecht das Gesicht abschält, sie somit also zu Gesichtslosen macht. Gefangen zwischen den Medikamenten und seinen Gedanken und Ängsten sieht er keinen anderen Ausweg mehr, als aus der Klinik zu fliehen, um sich selbst zu retten und zu beweisen, dass es diese Bedrohung, die sich früher oder später auf die ganze Menschheit auswirken wird, wirklich gibt. Doch schlussendlich weiß er nicht, worauf er sich da eingelassen hat und welche folgenschweren Erkenntnisse auf ihn zukommen werden.
Buchkritik von Angelika Koch
Solange es Menschen gibt, glauben die meisten zu wissen, was gut und was böse, was falsch und was richtig und was „normal“ und was „verrückt“ ist. Viele Filme und Bücher, vor allem aber auch so manche Religion bestärken uns in diesem Scheinwissen. Somit ist die Welt und alles darin fein säuberlich in schwarz und weiß aufgeteilt. Grauzonen versucht man zu umgehen und zu negieren. Genau in diesem Bereich aber, der die Pole verwischt und somit so viel Gesagtes und Gedachtes in Frage stellt, bewegt sich der Autor Dan Wells. Schon in seiner Triologie um John Cleaver, die er in seinen drei vorangegangenen Büchern erzählt, betritt der Autor diesen nicht klar definierten Bereich. Und was er dort begann, setzt er in „Du stirbst zuerst“ konsequent fort. John Cleaver kämpfte nicht nur mit Dämonen, sondern hauptsächlich mit dem Monster in seinem Inneren. Wogegen der Protagonist Michael Shipman kämpft, ist hingegen das Geheimnis des Buches und genau das, was es so faszinierend macht. Zu keiner Zeit kann man sich als Leser sicher sein, ob das, was der Protagonist erlebt, wahr oder unwahr ist, was normal oder was verrückt ist. Er wächst einem derart ans Herz, dass man ihm sogar unbedingt glauben will. Seine Verzweiflung, seine Angst und sein Verhalten sind auf jeder einzelnen Seite verständlich und absolut nachvollziehbar. Zum Schluss bleiben dann viele Fragen offen, so wie es eigentlich ja auch im richtigen Leben ist, denn meist gibt es keine abschließenden Antworten oder Erklärungen, auch wenn wir es gerne so hätten. Noch lange nach dem Lesen wird man über dieses Buch nachdenken und jede Möglichkeit in der eigenen Phantasie durchspielen. Dan Wells hat mit diesem Werk ein wahres Meisterstück geschaffen, das seinesgleichen sucht. Der gesamte Plot ist mitreißend spannend und endet in einem furiosen Finale, aber genau aus dem Grund, dass im gleichen Atemzug neue Fragen aufgeworfen werden, steht zu hoffen, dass der Autor auch Michael Shipman - ebenso wie John Cleaver - seine Geschichte weitererzählen lassen wird.
Wissenswertes
Von Dan Wells bei Piper ebenfalls erschienen sind:
Ich bin kein Serienkiller
Mr. Monster
Ich will Dich nicht töten
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
Karl schreibt am 20.12.11, 18:39
Sehr fesselndes Buch.
Genau so intressant wie die Triologie ! Bombe...
Habe das Buch gerade zu Ende gelesen und denk jetzt noch die ganze Zeit über das Ende nach. Ist Shipman jetzt eine Art Gott in der Welt nach dem Tod oder der Elektrodenwelt? Oder sogar die Platform für die Welt dieser Spezies, in der er mithilfe seiner Phantasie über alles richten kann? Man könnte schon fast wieder die Geschichte fortsetzen, aber ich glaube hier ist Ende... Mein lieblings Autor
Aurelia schreibt am 01.10.11, 09:41
hab mir das buch gestern gekauft und es noch in dieser Nacht ausgelesen.
Ich bin total begeistert. Hab noch nie so ein gutes Buch gelesen.
