Die fremde Frau

The Secrets Between Us

Die fremde Frau

Autor Lesley Turney Genre Thriller
Verlag Pendo
ISBN 978-3-86612-303-8
Übersetzung Monika Köpfer Erscheinungsdatum (D) 08.09.11   
Erschienen 2011  Seiten 480

Inhalt

Nachdem Sarahs Mann sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat, reist sie mit ihrer Schwester und deren Mann nach Sizilien, um sich ein wenig abzulenken. Dort lernt sie den geheimnisvollen Alexander und dessen kleinen Sohn Jamie kennen. Ohne lange zu überlegen, stimmt Sarah zu, als Alexander sie bittet, mit ihm mitzugehen und sich um seinen Sohn zu kümmern, da Alexanders Frau die beiden vor kurzem verlassen hat. In Alexanders abgelegenem englischen Landhaus erinnert alles an dessen Ehefrau – und auch die Bewohner von Burrington Stoke erinnern sich nur zu gut an die wunderschöne und allseits beliebte Genevieve. Nicht nur deren Mutter hegt den Verdacht, dass Genevieve nicht freiwillig verschwunden ist, sondern von Alex ermordet wurde.

Doch Sarah will davon nichts hören, sie ist glücklich mit ihrem neuen Leben und der Beziehung zu Alex, die zunächst geheim bleiben soll. Doch auf eine seltsame Art und Weise ist sie zugleich wie besessen von Genevieve, hat sie doch das Gefühl, dass die ihr immer wieder heimlich Warnungen zukommen lässt. Kann es sein, dass Sarah tatsächlich die nächste ist, die verschwinden wird? Täuscht sie sich in ihren starken Gefühlen zu Alex? Bald schon werden Genevieves Schatten so mächtig, dass Sarah nicht mehr weiß, wem sie tatsächlich noch trauen kann…

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Wer Daphne du Mauriers „Rebecca“ gelesen hat, wird in „Die fremde Frau“ schnell bekannte Motive entdecken. Doch im Gegensatz zu du Maurier konzentriert sich Lesley Turney in ihrem Roman stärker auf die körperliche Anziehung, die Alex auf Sarah ausübt, was bald schon in einer emotionalen Abhängigkeit mündet. Vor allem Sarahs Handlungen sind es, die nicht gänzlich überzeugen können, die Dinge, die sie tut, sind manchmal so wenig nachvollziehbar, dass das der Geschichte eine große Portion an Glaubwürdigkeit raubt. Immer wieder bekommt man den Eindruck, dass Geschehnisse auf Biegen und Brechen zusammengeschustert werden, um den Plot voranzutreiben. Das ist sehr schade, denn manche Ereignisse wirken dadurch derart an den Haaren herbeigezogen, dass man als Leser nicht umhin kann, ungläubig den Kopf zu schütteln.

Dabei ist „Die fremde Frau“ ein Thriller, der durchaus über Stärken verfügt. Immer wieder gelingt es Turney, atemlose Spannung zu erzeugen und den Leser dabei fortwährend im Dunkeln tappen zu lassen. Vor allem die Auflösung ist packend und schlüssig inszeniert und dürfte für manche Überraschung gut sein.
Doch insgesamt wirkt „Die fremde Frau“ in großen Teilen einfach zu konstruiert, um vollends und nachhaltig zu überzeugen.

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