Das Judaskind

Judas Child

Das Judaskind

Autor Carol O´Connel Genre Roman
Verlag Weltbild
ISBN 3442447062
Übersetzung Renate Orth-Guttmann Erscheinungsdatum (D) 2000   
Erschienen 1999  Seiten 443

Inhalt

Die beiden Schülerinnen Sadie und Gwen verschwinden am hellichten Tag. Der Verdacht der Polizei, die beiden seien ausgerissen weicht sehr schnell der Erkenntnis, dass es sich um eine Entführung handeln muss. Der Ermittler Rouge Kendall fühlt sich an das Verschwinden seiner Zwillingsschwester vor 15 Jahren erinnert. Damals wurde ein junger Priester, der die Tat bis heute leugnet, inhaftiert. Rouge vermutet, dass der Täter von damals identisch ist mit dem Kidnapper der beiden Mädchen. Während die Ermittlungen, zu denen auch das FBI hinzugezogen wird, auf Hochtouren laufen, werden die Mädchen in einem unterirdischen Verlies gefangen gehalten.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs „Das Judaskind“ befasst sich mit einem Thema, das nicht neu ist, aber durchaus spannend behandelt wird. Gut kann man sich in die Lage der verschiedenen Personen versetzen – die Todesangst der beiden Mädchen, das Entsetzen und die Hilflosigkeit der Eltern, die Machtlosigkeit, mit der sich Rouge Kendall an Vergangenes erinnern muss. Die Autorin versteht sich hervorragend auf die Zeichnung ihrer Charaktere und das Beschreiben derer Gefühle, Ängste und heimlichen Albträume. Außerdem gelingt es O´Connel, einen Spannungsbogen aufzubauen, der die ganze Geschichte überspannt. Dabei lässt Autorin Carol O´Connel den Leser nicht eine Sekunde zur Ruhe kommen - es gelingt ihr, einen permanenten Spannungsbogen zu halten, der gegen Ende kaum noch auszuhalten ist.

Mit den Hauptpersonen zittert man bis zum Schluss und hofft auf einen guten Ausgang. „Das Judaskind“ versteht es, den Leser zu fesseln, aber dennoch bleibt vieles doch sehr vorhersehbar und bietet somit wenig Überraschungen oder aufregende Wendungen. Ein Roman also, der solide aufgebaut und klug konstruiert ist, aber wegen der einen oder anderen Schwäche in der Handlung nicht vollends überzeugen kann.

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