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Kommende Buchkritiken
I am Airen Man
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Autor
Airen
Genre Roman
Verlag Heyne ISBN 978-3-453-67599-5 Erscheinungsdatum (D) 01.03.10 Seiten 176 |
Inhalt
Airen hat zwei Jahre in Berlin hinter sich: Drogen, Partys und immer unterwegs in der Technoszene. Jetzt geht er nach Mexiko City: im 17. Stock des Finanzzentrums wird er ein Praktikum absolvieren. Doch auch in der Fremde ist Airen nicht vor den Verlockungen des Nachtlebens sicher. Zwischen Arbeitsalltag und nächtlichen Exzessen pendelnd, verliert er schon bald erneut das Gefühl für Raum und Zeit. Hart stürzt er ab, gibt sich dem Fluss des Lebens in der Partyszene hin. Erst als er Lily kennlernt, kommt wieder Licht in die dunklen Nächte…
Buchkritik von Kathrin Lang
Es scheint die neuste Mode zu sein: Was im Internet als Blog entsteht, dort einigermaßen für Aufsehen sorgt, hat heutzutage gute Chancen darauf, mit ISBN-Nummer versehen schon bald in unseren Buchhandlungen zu stehen. Experimentell nennt man das, oder: mal etwas frischen Wind in die Kreise des ansonsten eher eingestaubten Mediums ‚Buch‘ bringen. Bereits bei Airens Erstlingswerk „Strobo“ wandte man, im Glauben etwas Besonderes zu vollbringen, diese Technik an, bei der Auszüge aus Airens erfolgreichem Online-Blog zu etwas Ähnlichem wie einer zusammenhängenden Geschichte zusammengesetzt werden. „I Am Airen Man“ ist nun die lose Fortsetzung der Drogen-, Sex- und Techno-Geschichte, die „Strobo“ anhand Erzählungen aus dem Szeneclub Berghain in Berlin anstieß.
Auch das zweite Werk „I Am Airen Man“ präsentiert sich als fragmentarische Erzählung über Drogen, Sex, wilde Partyorgien und den Versuch, das Leben in bessere Bahnen zu lenken, die aus Sicht eines Oberschichten-Snobs reichlich unsympathisch wiedergegeben wird. Genau das will Autor Airen wohl auch sein – jemand, mit dem man sich nicht einmal identifizieren will, selbst wenn man ein Leben in vergleichbarem Stil, in ähnlichen Kreisen führt. Kein Wunder also, dass die wahre Identität des Autors im Verborgenen liegt und Texte ausnahmslos unter dem Pseudonym veröffentlicht werden. Und zudem kein Wunder, dass Airen die andonnernden schlechten Rezensionen bereits vorhersah: "Wie scheiße dumm einem die Sonne aus dem Arsch scheinen muss, um das geil zu finden“, prangt da irgendwie zwischen all den Belanglosigkeiten, die „I Am Airen Man“ in rund 170 Seiten unaufregend wiedergibt.
Wissenswertes
Airen hat für "I Am Airen Man" Texte aus seinem Blog verwendet.
