Wie kam der Sturm ins Wasserglas?

Wie kam der Sturm ins Wasserglas?

Autor Wolfgang Seidel Genre Sachbuch
Verlag dtv
ISBN 978-3-423-34666-5
Erscheinungsdatum (D) 01.08.11   Seiten 320

Inhalt

„Zitate, die zu Redewendungen wurden“ lautet der Untertitel auf der neuen sprachlichen Schatzkiste von Autor Wolfgang Seidel. In Märchen und Sagen, im Film, in der Literatur und in der Werbung, bei den alten Römern und den alten Griechen hat er nach der Bedeutung so manches geflügelten Wortes gefahndet und dabei Erstaunliches, Interessantes und Kurioses über deren Ursprünge zu Tage gefördert. In kurzen übersichtlichen Passagen ergründet er Herkunft und Urheber von Aussprüchen wie „Die Geister, die ich rief“ oder „Es ist höchste Eisenbahn“. Das Buch widmet sich aber auch Figuren der deutschen Literatur, deren Namen in die deutsche Sprache mit besonderen Bedeutungen eingegangen sind.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 5 von 5 Bs Wir benutzen sie jeden Tag, drücken mit ihr unsere Emotionen aus, nutzen sie als Waffe und als Quelle der Erheiterung: die deutsche Sprache. Seit Jahren ist Autor und Lektor Wolfgang Seidel ihr in besonderer Art und Weise verbunden, hat sie zu seinem Broterwerb gemacht. In regelmäßigen Abständen lässt er uns in seinen Büchern, die auch wunderbare Nachschlagewerke sind, an seiner Spurensuche nach der Bedeutung des Wortes und bestimmter Redewendungen teilhaben.

Eine Sprache wird mit ihren sprachlichen Bildern lebendig und bunt. Wie selbstverständlich verwenden wir feststehende Redewendungen und Begriffe in bestimmten Situationen, ohne groß darüber nachzudenken, woher sie kommen oder wer ihr Urheber war. In „Wie kam der Sturm ins Wasserglas“ geht Wolfgang Seidel auf unterhaltsame, informative und kurzeilige Art und Weise mit uns auf die Spurensuche und erstaunt mit seinen Ergebnissen. Seidel macht deutlich, wie weit die Wurzeln mancher Aussprüche in die Vergangenheit zurückreichen. Homer, Horaz und Co. haben sich genauso unauslöschlich verewigt wie Goethe, Schiller und die Gebrüder Grimm. Waren früher die Dichter und Denker unsere Stichwortgeber, sind es heute Werbung und Film. Seidel versteht es, sein Wissen locker-leicht zu verpacken. „Wie kam der Sturm ins Wasserglas“ regt an zum weiter fahnden, aber eignet sich dank eines übersichtlichen Stichwortverzeichnisses auch wunderbar als Nachschlagewerk für den täglichen Gebrauch.

„Wie kam der Sturm ins Wasserglas“ – Ein Fahndungsbericht zum Staunen, schmökern, nachschlagen. Ein Buch für alle, die endlich wissen wollen, was sie da so jeden Tag sagen.

Wissenswertes

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