Elidar: Magierin der Drachen

Elidar: Magierin der Drachen

Autor Susanne Gerdom Genre Fantasy
Verlag Piper
ISBN 978-3492268066
Erscheinungsdatum (D) 06.06.11   Seiten 480

Inhalt

Elidar ist anders. Sie weiß das und doch nutzt sie ihre magische Gabe zu nichts mehr, als sich den Lebensunterhalt zusammen zu stehlen und sich in den dunklen Gassen ihrer Heimat die Angreifer vom Hals zu halten. Die Tatsache, dass sie oft für einen Jungen gehalten wird, macht es ihr leichter zu überleben. Die Begegnung mit dem jungen Gardisten Luca ändert ihre Zukunft. Er rettet ihr das Leben und bezahlt die Reise ins entfernte Ledon. Hier ist es die zweite Frau des Herrschers, die geheimnisvolle Prinzessin Morgenblüte, die ihr die Tür zu einer Ausbildung zum Zauberer öffnet. Eigentlich undenkbar für eine Frau. Doch erneut ist es Elidars männliche Tarnung, die ihr hilft die gefährliche Lehrzeit zu überstehen und ihre Macht zu ergründen. Im angesehenen Spinnenorden der Dunkle Nigh findet sie zum erste Mal ein Zuhause und so etwas wie eine Familie. Doch ein dunkler Schatten legt sich über ihr Glück. Sie wird als Frau enttarnt und das Oberhaupt des Ordens wird von einer tödlichen Krankheit befallen. Als die Magie des Spinnenordens auf geheimnisvolle Art immer weiter schwindet, scheint es ihre Aufgabe zu sein, das Auge der Dunklen Nigh zu retten. Elidar muss der neuen Stimme in ihrem Inneren folgen und eine Reise antreten, die sie zu den Wurzeln ihrer unbekannten Herkunft führt. Eine Herkunft, die eng mit dem Schicksal der Drachen verbunden scheint.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 4 von 5 Bs Mit „Elbenzorn“ und „Die Seele der Elben“ hat die Autorin Susanne Gerdom bewiesen, dass sie es versteht magische und spannende Geschichten zu erzählen. Für „Elidar: Magierin der Drachen“ verlässt sie die Gestade der Elben, Orks und Zwerge und taucht ein in eine neue Welt, die sich als gelungene Mischung asiatischer und orientalischer Mythen und Legenden mit einem kleinen römischen Einschlag präsentiert. Gerdom bleibt dabei ihrem mitreißenden Erzählstil treu und so erscheint bald farbenfroh und blumig Elidars Umgebung vor dem inneren Auge des Lesers. Ihre abenteuerliche Reise liest sich flott und unterhaltsam, nicht zuletzt weil es der Autorin wieder gelingt, mit wenigen Strichen tolle Figuren zu zeichnen, denen man gespannt folgt und die ihre Geheimnisse erst am Ende wirklich preisgeben. Überraschende Wendungen inklusive. Dennoch vermag die Handlung gegen Ende trotz vieler faszinierender Elemente nicht mehr durchgängig zu überzeugen. Das letzte Drittel der Geschichte hätte genug Potenzial für weitere Seiten gehabt. Einige Entwicklungen fügen sich hier überhastet, Liebesbande entstehen scheinbar aus dem Nichts, Artefakte werden eingeführt, fast vergessen, um am Ende dann doch eine wichtige Rolle zu spielen. Es wäre schön gewesen, wenn Susanne Gerdom ihrer Geschichte hier mehr Raum gegeben hätte, sich zu entfalten.

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