Das weiße Mädchen

Das weiße Mädchen

Autor Andreas Laudan Genre Krimi
Verlag dtv
ISBN 978-3-423-21280-9
Erscheinungsdatum (D) 01.04.11   Seiten 336

Inhalt

Als die Journalistin Lea Petersen in der Redaktion der niedersächsischen Tageszeitung, bei der sie angestellt ist, eine anonyme Mail erhält, ist ihr Spürsinn sofort geweckt. Die Nachricht macht sie auf den Fall eines vor zwanzig Jahren verschwundenen Mädchens aufmerksam. In Verchow im Wendland, wo das Mädchen mit ihrer Familie lebte, berichten Autofahrer immer wieder von Geistererscheinungen an einer Landstraße. Da Lea sowieso Urlaub hat und ihr sechzehnjähriger Sohn David auf Klassenfahrt ist, beschließt sie, sich in Verchow ein Zimmer zu nehmen und das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Sie mietet sich bei Rudi Zirner und dessen sympathischen und attraktiven Neffen Kai ein und beginnt, die Bewohner von Verchow nach dem „weißen Mädchen“ zu befragen.
Erstaunlicherweise trifft sie tatsächlich auf den einen oder anderen Verchower, der die Geistererscheinung selbst schon beobachten konnte. Doch auf der anderen Seite scheint es mehr als einen Bürger der 300-Seelen-Gemeinde zu geben, dem Leas Anwesenheit alles andere als willkommen ist. Als Lea selbst Zeugin wird, wie das „weiße Mädchen“ am Straßenrand auftaucht, macht sie sich an die Verfolgung der Spukgestalt - und stößt dabei auf ein Geheimnis, das nicht nur sie in große Gefahr bringen könnte…

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs Auch wenn „Das weiße Mädchen“ nicht unbedingt vor innovativen Ideen strotzt und auch über die eine oder andere Logikschwäche verfügt, muss man diesem in Niedersachsen angesiedelten Krimi doch lassen, dass er von der ersten bis zur letzten Seite spannend und packend erzählt ist. Sicherlich wirkt manch eine der Figuren arg stereotyp und klischeebeladen und nicht jedes der aufgeführten Puzzleteile kann schlüssig überzeugen – dennoch fesselt und unterhält Autor Andreas Laudan unterm Strich mit diesem Kriminalroman. Die Hauptelemente stimmen einfach und sind gut in Szene gesetzt: ein mysteriöser Vermisstenfall aus der Vergangenheit, ein stimmungsvoller Schauplatz inmitten einer kargen Moorlandschaft, unheimliche Zeitgenossen, die offensichtlich etwas zu verbergen haben und ein kniffliges Versteckspiel. Hinzu kommt mit Lea Petersen eine durch und durch sympathische Hauptfigur, die während ihrer Recherchearbeit auch noch in eine stürmische Romanze verwickelt wird – genügend Stoff also für einen gemütlichen Lesenachmittag auf dem Sofa.
Am Ende ist man zwar nicht ganz und gar überzeugt von der Auflösung dieses mysteriösen Kriminalfalls, hat aber dennoch das Gefühl, mit „Das weiße Mädchen“ in eine packende, fesselnde und durch und durch unterhaltende Geschichte geraten zu sein.

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