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Kommende Buchkritiken
Die wilde Geschichte vom Wassertrinker
The Water-Method Man
|
Autor
John Irving
Genre Roman
Verlag Diogenes Verlag ISBN 3-257-05703-2 Übersetzung Edith Nerke und Jürgen Bauer Erscheinungsdatum (D) 1989 Erschienen 1972 Seiten 736 |
Inhalt
Dies ist die Geschichte des Fred Bogus Trumper, eines Nichtstuers, eines Schlawiners und Charmeurs, wie er im Buche steht. Von seiner einstigen Babysitterin hat er sich Beschwerden geholt, die ihm das Lieben zur Qual machen. Da hilft nur eines, sagt sein Urologe: Wasser trinken, Wasser trinken und nochmals Wasser trinken. Sein Freund, ein Filmemacher, möchte einen Film drehen über das unmögliche Leben des Bogus Trumper. Über seine gescheiterte Ehe, seine neue Beziehung, die ein erneuter Fehlschlag zu werden droht und über das Scheitern seines Lebens an sich. Und an all diesem Unglück gibt Bogus nur seiner Waffe die Schuld...
Buchkritik von Stefanie Rufle
„Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ ist eine wahrhaft wilde und rasant erzählte Geschichte voll von skurrilen und liebenswerten Charakteren. Der Schwindler Bogus Trumper wird dem Leser mit jeder Seite sympathischer, und so unglaubwürdig alles erscheinen mag - man kann einfach nicht anders, als John Irving jedes einzelne Wort zu glauben.
Mit einem verzückten Grinsen im Gesicht liest man all die verrückten Dinge, die wirklich nur Bogus passieren können und kann gar nicht genug bekommen von diesem witzigen, humorvollen und doch auch immer wieder sehr ernsthaften Buch. Das Augenzwinkern ist kaum zu übersehen und dennoch kommen auch immer wieder die ernsten Untertöne an die Oberfläche, was „Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ noch umso sympathischer macht.
John Irving ist ein meisterhafter Erzähler, ein Schelm, wie er im Buche steht und ein begnadeter Autor. Er beglückt uns in „Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ mit einer aberwitzigen Geschichte, die immer wieder durchschimmern lässt, dass sie eine ganze Menge mit ihrem Autoren selbst zu tun hat. Hier ist Lesegenuss Programm und man hat als Leser nicht mehr zu tun, als sich mit Wohlbehagen in ein Meer von Humor, Witz, Charme und Ironie gleiten zu lassen, aus dem man am liebsten gar nicht mehr auftauchen möchte.
