Eragon - Das Erbe der Macht

The Inheritance Cycle # 4

Eragon - Das Erbe der Macht

Autor Christopher Paolini Genre Fantasy
Verlag cbj
ISBN 978-3-570-13816-8
Übersetzung Michaele Link Erscheinungsdatum (D) 19.11.11   
Erschienen 2011  Seiten 900

Inhalt

Nach wie vor wütet ein schrecklicher Krieg in Alagaësia. Mittlerweile haben sich alle Völker zusammengeschlossen, um gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums, in den Kampf zu ziehen. Angeführt werden sie noch immer von dem Drachenreiter Eragon und seinem Drachen Saphira. Die beiden haben mittlerweile viel dazu gelernt und stärken sich Tag für Tag für die großen Schlachten, die ihnen noch bevorstehen. Obwohl zahlreiche Städte des Imperiums bereits eingenommen werden konnten und die Sterne gut für Eragon und seine treuen Anhänger stehen, wissen sie dennoch, dass ihnen die schwierigste aller Schlachten noch bevorsteht. Galbatorix erscheint nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhorter er an sich gerissen hat. Wird Eragon Galbatorix besiegen können?

Buchkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Bs Es war die Sensation des Jahres, als Christopher Paolini 2003 „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“ veröffentlichte. Mit gerade mal 15 Jahren erschuf der blutjunge Autor damit den Auftakt zu einer der vielversprechendsten Fantasy-Reihen des Jahrzehnts. Mit „Eragon – Der Auftrag der Ältesten“ knüpfte er zwei Jahre später reibungslos an den Erfolg des ersten Bandes an. Die mittlerweile millionenschwere Fangemeinschaft wurde danach jedoch stark erschüttert, als sich die Veröffentlichung des dritten und eigentlich auch letzten Bandes viel zu lange hinzog. Von einer Schreibblockade war die Rede und Gerüchte von einer abgekupferten Geschichte machten die Runde. Als 2008 zur Überraschung aller „Eragon – Die Weisheit des Feuers“ dann doch noch erschien, war aus der einstigen Trilogie plötzlich ein Drachenreiter-Zyklus geworden, dem mindestens noch ein weiterer Band folgen sollte. Heute, geschlagene acht Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Teils, erscheint mit „Eragon – Das Erbe der Macht“ der nun angeblich letzte Band der Geschichte rundum den Drachenreiter Eragon und seinen Kampf gegen den finsteren Diktator Galbatorix.

„Eragon – Das Erbe der Macht“ knüpft nahtlos an die Geschichte des Vorgängers an. Christopher Paolini spart zu Beginn seiner Erzählung etwaige Erklärungen aus und wirft den Leser sofort mittenhinein in die Schlachten, die Eragon, Saphira und ihre Anhänger auf dem Weg zu dem großen Endgegner Galbatorix führen. Angesichts der langen Zeit, die zwischen „Die Weisheit des Feuers“ und dem nun letzten Teil des Zyklus‘ liegt, konfrontiert Paolini seine Leser damit mit keiner all zu leichten Aufgabe: alte Erinnerungen an Namen, Orte und vergangene Schlachten müssen erst einmal mühsam aufgefrischt werden, bis man der Geschichte wieder reibungslos folgen kann. Hat man diesen Teil des Leseaktes jedoch hinter sich gebracht, darf man sich erneut auf eine spannende und abenteuerliche Geschichte gefasst machen. Die Figuren haben sich in „Das Erbe der Macht“ spürbar weiterentwickelt und glänzen in den Schlachten und bei den Lösungen von den großen und kleinen Problemen, vor die sie gestellt werden, nun mit viel Stärke und Geschick. Selbst wenn Eragon und Saphira nach wie vor noch viel lernen müssen, um bereit zu sein für den großen Kampf gegen Galbatorix, beweist das unschlagbare Team bei seinen Feldzügen viel Cleverness, was immer wieder für Spaß und Spannung sorgt. Auch die anderen wichtigen Figuren, wie Eragons Cousin Roran oder Arya, die Tochter der Elfenkönigin, wurden von Paolini toll weiterentwickelt und bekommen auch in dem vierten Band genug Platz eingeräumt. Rorans Erzählstrang gestaltet sich zwar als teilweise zäh, bildete jedoch einen interessanten Kontrast zu den Abenteuern, die Eragon und Saphira parallel durchleben.

Leider kann es jedoch nicht nur bei der Lobeshymne auf „Eragon – Das Erbe der Macht“ bleiben. Obwohl der vierte Band durchweg spannend und stringent erzählt ist und die 947 Seiten nur an sehr wenigen Stellen langweilen, bleibt am Schluss doch ein bitterer Nachgeschmack zurück. Dem letzten großen und endgültigen Kampf gegen Galbatorix räumt Christoper Paolini im Vergleich zu den anderen Schlachten viel zu wenig Platz ein. Angesichts der langen Vorbereitung auf diesen einen Kampf, erscheint der Showdown geradezu so, als hätte Paolini weder Zeit noch Lust gehabt, diesem wichtigsten Kampf seines Buches gebührend viel Aufmerksamkeit und Spannung zu widmen. Ohnehin dürfte das Ende bei den meisten Fans für Ärgernis sorgen: Nicht nur, dass man sich sicherlich einen anderen Ausgang der Geschichte gewünscht hätte, auch viele Details bleiben ungeklärt und etliche Fragen offen. Es scheint beinahe so, als würde es Paolini ernst meinen, wenn er in seiner Danksagung schreibt, dass er nicht vorhabe, Alagaesia für immer zu verlassen…

Wissenswertes

Diese Buchreihe soll, laut Autor Christopher Paolini vier Bände umfassen:
Band 1:
Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Band 2:
Eragon - Der Auftrag des Ältesten
Band 3:
Eragon - Die Weisheit des Feuers
Band 4:
Eragon - Das Erbe der Macht

Besucherbewertung

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Kommentare


Kommentare

Jan schreibt am 27.11.11, 17:37
Ich habe mir das Buch gleich am 19. geholt, und bin vor 3 Tagen fertig geworden. Es ist das beste der 3 Eragons (wenn auch nur knapp), und ungefähr das beste meines Lebens!
Simon schreibt am 27.09.11, 20:32
Ich finde das Buch auch wunderbar und toll beschrieben, vor allem die vielen Orte und Wesen.
Markus Weißner schreibt am 22.01.12, 18:29
Eine absolute Entäuschung. So habe ich den Band 4 emfunden.
Das Buch ist zwar einigermaßen spannend aber Paolini war nicht mit dem Herz bei der Sache. Überall die Minimallösung und die letzten 100 Seiten sind absolut das Letzte! Kindisch melodramatisch! Mehrere dicke Logikfehler und mehr offene Fragen als Antworten! Darauf habe ich Jahre gewartet und Geld dafür gezahlt!?
Juliaan schreibt am 21.11.11, 19:29
Einfach geil, ich warte schon soo lange auf das Buch und bald is es endlich im Handel, die Trilogie bisher is total cool und ich freu mich schon so dolle drauf.
MAAX schreibt am 21.10.11, 17:26
Genau. Das Buch erschein erst in knapp 1 Monat.
Iceman schreibt am 21.05.12, 21:44
Ich fand da Buch im Großen und Ganzen gut. Es hatt aber meiner Meinung nach die Geschichte rund um Eragon nur mäßig abschlossen. Ich kann es trotzdem empfehlen!
Silente 08 schreibt am 18.12.11, 16:12
Ich kann der Rezension eigentlich völlig zustimmen. Alles in allem ein gutes Buch, aber der Schluss ist schlecht. Zudem stellt er ein totales Herr-der-Ringe-Fake dar.
Kreisel schreibt am 17.10.11, 14:37
Wie kann man ein Buch bewerten dass noch nicht einmal erschienen ist?
Timo schreibt am 06.01.12, 00:46
Eine grandiose Geschichte ich hatte mir gut zeit gelassen mit dem lesen es hat gelohnt
aber leider war das ende sehr enttäuschenden.
Georg Schlaus schreibt am 05.07.11, 13:09
Ich finde dieses Buch wirklich sehr gut und interessant. Es hat sehr viele Seiten und ist eines der spannensten Bücher, das ich bisher gelesen habe.
Michaela schreibt am 05.01.12, 14:40
Ich habe das zu Weihnachten erhaltene Buch in zwei Tagen fertig gelesen. Mit über 900 Seiten Inhalt soll das schon was heißen, egal wie schnell ich lese ;)
aber ich muss Kathrin Lang zustimmen, dass das Ende sehr enttäuschend ist und viele Fragen (zB. Murthag) offen bleiben.
Vom Ende abgesehen war das Buch jedoch sehr toll und empfehlenswert
astrid schreibt am 01.12.11, 10:15
Bin gerade fertig mit lesen, und meine Wangen sind noch feucht! Sehr gute Arbeit Christopher Paolini, du hast mich auf eine weite Reise mitgenommen, mich an vielen Stellen überrascht, aber auch manche meiner Erwartungen erfüllt. Es lohnt sich in jedem Fall das Ende Inheritence zu lesen. Danke
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