Weißer Fluch

The Curse Workers Trilogy 1 - The White Cat

Weißer Fluch

Autor Holly Black Genre Jugendbuch
Verlag cbj
ISBN 978-3-570-16107-4
Übersetzung Anne Brauner Erscheinungsdatum (D) 21.02.11   
Erschienen 2010  Seiten 384

Inhalt

Cassel Sharpe ist mit allen Wassern gewaschen. Mit allen! Auf seiner renommierten Schule gilt er als geheimer Buchmacher, der jede Wette annimmt, nur um über ausreichend Kohle zu verfügen. Er ist also weit davon entfernt, ein Kind von Traurigkeit zu sein. Dumm nur, dass er des Nachts lediglich mit Boxershorts bekleidet am Dachfirst hängt und sich ernsthaft fragt, wie er dorthin gekommen ist. Schnell ist er danach das Gespött der ganzen Schule und fliegt von derselben, weil der Schulleiter die Auffassung vertritt, für die Sicherheit des Schülers keine Verantwortung übernehmen zu können. Doch Cassel ist aufgeschmissen ohne die Schule und unternimmt fortan alles, um wieder dorthin zurückkehren zu dürfen. Doch dann kommt alles ganz anders, und das dunkle Geheimnis des Schülers rückt immer mehr in den Vordergrund. Vor drei Jahren hat Cassel nämlich seine beste Freundin Lila umgebracht, nur weiß er nicht, warum...

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 2 von 5 Bs Es hört sich immer alles so gut an auf den Buchdeckeln von Holly Blacks Fantasygeschichten. Wer Fan der Abenteuer um die Spiderwicks ist, wird sich an den Namen der Autorin bestens erinnern. Sie war es, die die Geschichte erzählte, während ihre Kollege Tony Di Terlizzi die fantastische Welt zeichnerisch erschuf. Neben dieser mehr als nur erfolgreichen Kinderbuchreihe schreibt Black jedoch meist Jugenduchgeschichten, die zahlreiche Fanherzen im Sturm eroberten. Leider ist der Erfolg der Bücher von Holly Black nicht durchweg nachvollziehbar und gerade im Fall von „Weißer Fluch“ sind wieder deutlich die gleichen Kritikpunkte wie in vorherigen Werken zu erkennen. Erneut ist die Idee der Autorin sicherlich als gelungen zu bezeichnen, die Umsetzung ist dies jedoch nicht. Ganz und gar nicht. Die Figurenzeichnung ist unausgereift, die Handlung schleppend und zäh, was dazu führt, dass man sich quälen muss, dieses Buch zuende zu lesen. Die Ereignisse sind uninteressant und die Seiten mit langatmigen Tatsachen gefüllt, die erst einmal niemanden so richtig interessieren. Holly Black kommt in „Weißer Fluch“ einfach nicht zum Punkt und man gewinnt den Eindruck, dass sinnlos Seiten gefüllt wurden, obwohl die Geschichte eigentlich viel weniger Papier benötigt hätte, um zu wirken.
„Weißer Fluch“ ist eine erneut belanglose Fantasyjugenduchgeschichte geworden, die ganz wenig zu bieten hat, wobei wieder bewiesen wäre, dass eine gute Idee noch lange nicht ausreicht, um eine Geschichte zu erzählen.

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