Der Menschenmacher

The Innocent Bone

Der Menschenmacher

Autor Cody Mcfadyen Genre Thriller
Verlag Lübbe
ISBN 978-3-7857-2407-1
Übersetzung Axel Merz Erscheinungsdatum (D) 18.02.11   
Erschienen 2010  Seiten 604

Inhalt

David befindet sich inmitten eines schrecklichen Albtraums. Als er sechs Jahre alt war, wurde seine allein stehende Mutter von einem Auto angefahren und starb. Das war das Ende von Davids wunderschöner Kindheit. Er wurde, zusammen mit Allison und Charlie, von einem Mann adoptiert, den sie von nun an Dad nennen müssen. Dad hält David und seine beiden Geschwister wie Gefangene, und die drei Kinder merken schnell, dass es besser ist zu tun, was Dad von ihnen verlangt. Ordnung, Disziplin und das Erfüllen ständig schwieriger werdender Aufgaben bestimmen den Alltag der Geschwister – laut Dads Worten soll ihr Ziel sein, zu „evolvieren“. Wenn sie versagen, werden sie von Dad auf grausame Weise bestraft: mit seinem Gürtel und einer brennenden Zigarette. Dad ist ein Wahnsinniger und je älter die Kinder werden, desto klarer wird ihnen, dass es für sie nur einen Ausweg geben kann: Dads Tod.

Zwanzig Jahre später ist aus David ein angesehener Schriftsteller geworden. Doch seine Vergangenheit verfolgt ihn noch immer bis in seine Träume hinein. Dann bekommt er einen Brief, auf dem nur ein Wort steht: ELVOLVIERE! Fast hat es den Anschein, als wäre der Albtraum noch lange nicht zu Ende, denn auch Davids Ziehgeschwister werden mit den schrecklichsten Schreckgespenstern aus ihrer Vergangenheit konfrontiert. Kann es sein, dass Dad überlebt hat? Werden die Schmerzen, die Qualen und mit ihnen die Todesangst zurückkehren?

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 6 von 5 Bs Cody Mcfadyen ist für Genrekenner mittlerweile zum Inbegriff geworden für abgrundtief grausame und zugleich süchtig machende Thriller, die Einblicke in die widerwärtigsten menschlichen Abgründe zulassen. Fast scheint es, als habe der Autor mit „Der Menschenmacher“ alles bisher von ihm Verfasste um Längen überboten. Von der ersten Seite an konfrontiert Mcfadyen seine Leser mit derart menschenverachtenden und durch und durch bösen Schilderungen, dass es kaum zum Aushalten ist. Cody Mcfadyen zeigt uns, dass wir noch lange nicht alles wissen von den abgrundtief bösen Taten, derer Menschen fähig sind. In seinen Thrillern gibt es immer noch eine Steigerung, wie er uns mit „Der Menschenmacher“ eindrücklich unter Beweis stellt. „Dad“ scheint das personifizierte Böse zu sein und in jeder Sekunde vermeint man, die unsägliche Qual und die verzweifelte Ausgeliefertheit der drei Kinder förmlich zu spüren. Zugleich gelingt es dem Autor aber, eine teilweise poetische und wunderschöne Sprache zu entfalten. Diese Sprache steht zu seinen Schilderungen in einem frappierenden Gegensatz, was dazu führt, dass die schrecklichen Ereignisse nur noch brutaler wirken. An dieser Stelle muss auch unbedingt die zweifelsohne herausragende Leistung des Übersetzers Axel Merz betont werden, dem es immer wieder gelingt, Mcfadyens Worte so gekonnt ins Deutsche zu transportieren.

Es ist eine fürchterliche Geschichte, die uns Cody Mcfadyen hier erzählt, eine Geschichte, die beinahe jegliche Hoffnungen auf das Gute im Menschen raubt. Und doch wird sie getragen von drei Menschen, die trotz aller Schrecknisse in ihrer Kindheit weiterhin an das Glück im Leben glauben. Der Autor überzeugt in seiner Figurenzeichnung restlos und lässt auch bei jeder Steigerung der Grausamkeiten nie vergessen, dass man es hier trotz allem mit Menschen zu tun hat.
„Der Menschenmacher“ ist kein Thriller für Leser mit schwachen Nerven – hier wird eine packende Geschichte voller überraschender Wendungen erzählt, die trotz einer Symphonie an Gewalt und Brutalität in keiner Sekunde unglaubwürdig erscheint.

Wissenswertes

„Der Menschenmacher“ ist Cody Mcfadyens erster Thriller außerhalb der erfolgreichen Smoky Barrett-Reihe.

Besucherbewertung

4.4 / 5  (25 votes)

Kommentare


Kommentare

Meli schreibt am 23.07.11, 19:55
Als riesen Cody Mcfayden fan muss ich trotzdem eingesteheb dass ich hier teilweise ein wenig in versuchung gerate Passagen zu überlesen.. Zudem fehlt mir Smoky ;) trotzdem sehr empfehlenswert und wie oben geschriebrn super aus dem englischen übersetzt!
Johann schreibt am 12.06.11, 14:36
super buch :D
Antje schreibt am 11.03.12, 21:57
Sehr sehr spannend. Ich habe es förmlich verschlungen, während meine kleine schlief... :-)
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