Aktuelle Autoren
Aktuelle Buchkritiken
- März
- African Queen
- März
- Ashby House
- März
- Atem
- März
- Aufziehendes Gewitter
- März
- Die Bestimmung
- März
- Die Geheimnisse des Nic...
- März
- Die Nacht
- März
- Die Schuldlosen
- März
- Du und ich
- März
- Etwas endet, etwas beginnt
- März
- Garp und wie er die Welt sah
- März
- Nachricht von dir
- März
- Räuberleben
- März
- Schwarzer Schmetterling
- März
- Sie und er
- März
- Splitterwelten
- April
- Die 39 Zeichen - 9
- April
- Liebe und andere Ver...
- April
- Sarg niemals nie
- April
- Schweig still mein M...
- Mai
- Der Wald wirft schwarze Sch...
- Mai
- Meine Schwester lebt auf...
- Mai
- Oneiros
- Mai
- Schnitt
Kommende Buchkritiken
Der Frauenjäger
|
Autor
Petra Hammesfahr
Genre Thriller
Verlag Wunderlich ISBN 978-3-8052-5014-6 Erscheinungsdatum (D) 24.02.11 Seiten 432 |
Inhalt
Marlene führt ein scheinbar glückliches und zufriedenes Leben: Zusammen mit ihrem Mann Werner und den beiden fast schon erwachsenen Kindern lebt sie in einem wunderschönen Haus und kann sich alles leisten, was das Herz begehrt. Werner ist ein sehr erfolgreicher Unternehmensberater, weshalb Marlene nicht arbeiten gehen muss. Die Hausarbeit lastet sie aber kaum aus, oft ist sie schon nach drei Stunden fertig mit den täglichen Verrichtungen und fühlt sich immer häufiger wie in der traurigen Ballade von Lucy Jordan, die am Ende so unglücklich in ihrem scheinbar perfekten Leben ist, dass sie sich vom Dach stürzt. Marlene fühlt sich überflüssig und nicht gebraucht, hat das Gefühl, keine wirkliche Bedeutung im Leben zu haben.
Als sie eines Tages in völliger Schwärze und mit furchtbaren Kopfschmerzen erwacht, ist sie sich sicher, dass ihr jemand einen gehörigen Denkzettel erteilen möchte. Bald schon muss Marlene erkennen, dass sie sich offenbar in einer unterirdischen Höhle befindet, ohne Wasser und Lebensmittel und vor allem – völlig auf sich allein gestellt. Es dauert nicht lange und Marlene erkennt, dass sie während ihrer Bemühungen, ihrem dunklen Gefängnis zu entkommen, gefilmt wird. Nur bei ihren Mutmaßungen über ihren möglichen Entführer tappt sie im wahrsten Sinne des Wortes komplett im Dunkeln…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Die deutsche Autorin Petra Hammesfahr ist ja bekannt dafür, die bitterbösen Abgründe im langweiligen Leben scheinbar harmloser Bürger aufzuzeigen. Das ist auch in „Der Frauenjäger“ nicht anders. Marlene ist eine grundsolide Hausfrau und Mutter, die ein mehr als langweiliges Leben führt. Das Problem bei „Der Frauenjäger“ ist allerdings, dass sich diese Langeweile sehr schnell auf den Leser überträgt – weil sich nämlich das erste Drittel dieses Thrillers zieht wie Kaugummi. Trotz der wirklich kreativen Idee, in Rückblenden zu berichten, wie sich die Tage vor der Entführung von Marlene gestalteten, um immer wieder in deren schwarzes Gefängnis zurückzukehren, will einen die Geschichte von Anfang an nicht wirklich fesseln. Genau wie das Opfer selber, nimmt der Leser diese Entführung nicht richtig ernst, was natürlich verheerende Folgen hat: Spannung und Nervenkitzel wollen nur sehr zögerlich aufkommen.
Hinzu kommt, dass die Geschichte, die Hammesfahr uns hier erzählt, einfach zu konstruiert wirkt und man beim Lesen ständig über Logikschwächen stolpert. Auch wenn im Laufe der Geschichte die Spannungselemente zunehmen, so dass man dann doch noch einigermaßen atemlos dem Ende entgegenfiebert, ist „Der Frauenjäger“ ein Thriller, der nur in sehr abgeschwächter Form jene Attribute aufweist, die normalerweise die Bücher von Petra Hammesfahr ausmachen.

