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Kommende Buchkritiken
Toto der Schatzsucher
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Autor
Helme Heine
Genre Bilderbuch
Verlag Beltz & Gelberg ISBN 978-3-407-79432-1 Erscheinungsdatum (D) 31.01.11 Seiten 80 |
Inhalt
Der kleine Hase Toto ist überglücklich: Endlich hat er seinen letzten Schultag hinter sich gebracht. Als Vater Hase ihn fragt, was er denn nun mit seinem Leben anfangen wolle, ist die Antwort für Toto klar: Er will Schatzsucher werden. Fröhlich verabschiedet er sich von Vater und Mutter Hase und los geht es auf Schatzsuche.
Zuerst versucht er es am Bach, doch dort haust der Waschbär Eddi schon seit vielen Jahren als Goldgräber. Eddi will nicht mit Toto teilen und so zieht der weiter, bis er auf einen Mann trifft, der ein tiefes Loch gräbt. Nur zu gerne lässt der Toto weiterbuddeln – und der buddelt die ganze Nacht und beobachtet am nächsten Tag, wie nicht etwa ein Schatz gehoben, sondern vielmehr ein Sarg in der Grube versenkt wird. Als er dann auch noch vom nur vermeintlich freundlichen Gärtner mit der Schaufel bedroht wird, ergreift Toto die Flucht und irrt ziellos durch die Stadt. Dort werden ihm die unterschiedlichsten Jobs angeboten: als Hase, der beim Windhundrennen die Hunde anspornt, als Lehrling des Osterhasen beim Eieranmalen und als Zylinderhase eines Zauberers beim Zirkus. Dort verliebt Toto sich in das bezaubernde Kaninchen Piccola, und auch wenn ihn seine Suche nach einem Schatz immer weiter treibt, endet sie doch schließlich bei einem Schatz, der größer nicht sein könnte…
Buchkritik von Stefanie Rufle
„Toto der Schatzsucher“ ist ein Bilderbuch, wie wir es vom großen Kinderbuchautor Helme Heine gewohnt sind. Liebevoll und witzig gezeichnete Bilder werden durch einen pfiffigen und zugleich tiefsinnigen Text ergänzt. Was ist der größte Schatz im Leben eines jeden von uns? Richtig: Jemand, dem wir uns ganz zugehörig fühlen können, mit dem wir unser Leben teilen wollen. Diese Erfahrung macht auch Toto in dieser Geschichte. Bei seiner Suche nach dem großen Schatz trifft er immer wieder auf Ausbeuter und solche, die es nicht gut mit ihm meinen. Dann, ohne es eigentlich zu merken, lernt er im Kaninchen Piccola jemanden kennen, für den er wichtig ist. Und er findet sie bezaubernd, und das will etwas heißen, denn eigentlich können Hasen Kaninchen nicht ausstehen. Und doch lässt ihn die Sehnsucht nach dem großen Schatz nicht los. Am Ende ist er zutiefst unglücklich, weil er glaubt, versagt zu haben. Erst als er eine Flaschenpost findet, wird ihm klar, wonach er eigentlich die ganze Zeit gesucht hat.
Dies ist eine Geschichte, die nicht nur Kinder berührt, sondern durchaus auch für Erwachsene die eine oder andere Weisheit bereithält. Über das angegebene Erstlesealter lässt sich allerdings streiten. Vor allem die Sequenz, in der Toto ein Loch buddelt, in das anschließend ein Sarg versenkt wird, ist für Fünfjährige kaum geeignet. Auch der doppelbödige Humor, der immer wieder durchschimmert, wird eher von schon etwas älteren Schulkindern verstanden.
„Toto der Schatzsucher“ ist ein bezauberndes und humorvolles Bilderbuch zum Thema Liebe, das sich hervorragend als Erstlesebuch für Schulkinder eignet.
