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Kommende Buchkritiken
Das Wesen
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Autor
Arno Strobel
Genre Thriller
Verlag S.Fischer ISBN 978-3-596-18632-7 Erscheinungsdatum (D) 11.11.10 Seiten 357 |
Inhalt
Als die Kommissare Seifert und Menkhoff von der Aachener Kripo einem anonymen Hinweis nach einem verschwundenen Mädchen nachgehen, glauben sie, in der Vergangenheit gelandet zu sein. Der Vater der angeblich Verschwundenen ist der Psychiater Dr. Joachim Lichner, den Seifert und Menkhoff Jahre zuvor des Mordes an einem kleinen Mädchen überführt hatten. Lichner wurde in einem Indizienprozess verurteilt und musste eine langjährige Haftstrafe verbüßen.
Mit den neuen Vorwürfen konfrontiert, leugnet Lichner allerdings, jemals eine Tochter gehabt zu haben. Der verbitterte Psychiater macht vor allem Menkhoff für seine jahrelange Haft verantwortlich und behauptet, damals unschuldig hinter Gitter gegangen zu sein. Doch es ist ganz offensichtlich, dass etwas nicht stimmt mit Joachim Lichner, denn neben seiner mehr als verlotterten Wohnung, in der lediglich ein Zimmer penibel renoviert wurde, besitzt er noch einen zweiten, äußerst gepflegten Wohnsitz. Kommissar Seifert ist nicht wohl bei diesem Fall, hatte er doch schon damals den Verdacht, dass sein Kollege Menkhoff einen sehr persönlichen Groll gegen den Mordverdächtigen hegte. Daran hat sich bis heute offensichtlich nichts geändert und Seifert befürchtet nun, dass Menkhoff bei den Ermittlungen zusehends seine Objektivität einbüßt…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Der deutsche Thriller-Autor Arno Strobel präsentiert uns mit „Das Wesen“ einen äußerst verzwickten Psychothriller, der permanent zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt. Geschickt spielt er hierbei mit seinen Lesern, verrät immer nur das Nötigste und legt geschickt falsche Fährten. Das Duell zwischen dem Verdächtigen Dr. Lichner und Kommissar Menkhoff steht hierbei im Mittelpunkt, wobei Menkhoffs Kollege Seifert die Rolle des Beobachters innehat, der bald schon nicht mehr weiß, wem er noch trauen kann. Gemeinsam mit Seifert beobachtet der Leser, macht sich seine Gedanken und gerät mehr und mehr in die Irre.
Auch wenn die Geschichte an manchen Punkten doch sehr konstruiert wirkt, kann man nicht umhin, in ihren verhängnisvollen Sog zu geraten. Wer ist Täter und wer Opfer? Geschickt zeichnet Strobel seine Charaktere, vermeidet dabei Schwarz-Weiß-Malerei und bewirkt damit, dass am Ende nichts so ist, wie es zu Anfang wirkte. „Das Wesen“ überzeugt hierbei nicht durch schockierende Effekte, sondern vielmehr durch psychologische Finesse, die den Leser bis zum Schluss in Atem hält.
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Kommentare
Kommentare
Eugen schreibt am 24.12.10, 20:22
Hab mir das Buch gestern in der Stadt gekauft,und war in der Buchhandlung schon vom Buchrücken fasziniert. Der Anfang ist direkt greifend und es fehlt nicht an Witz und Schock. Würde das Buch auch weiter empfählen.
