Aktuelle Autoren
Aktuelle Buchkritiken
- März
- African Queen
- März
- Ashby House
- März
- Atem
- März
- Aufziehendes Gewitter
- März
- Die Bestimmung
- März
- Die Geheimnisse des Nic...
- März
- Die Nacht
- März
- Die Schuldlosen
- März
- Du und ich
- März
- Etwas endet, etwas beginnt
- März
- Garp und wie er die Welt sah
- März
- Nachricht von dir
- März
- Räuberleben
- März
- Schwarzer Schmetterling
- März
- Sie und er
- März
- Splitterwelten
- April
- Die 39 Zeichen - 9
- April
- Liebe und andere Ver...
- April
- Sarg niemals nie
- April
- Schweig still mein M...
- Mai
- Der Wald wirft schwarze Sch...
- Mai
- Meine Schwester lebt auf...
- Mai
- Oneiros
- Mai
- Schnitt
Kommende Buchkritiken
Die verborgene Sprache der Blumen
The Language of Flowers
|
Autor
Vanessa Diffenbaugh
Genre Roman
Verlag Droemer ISBN 978-3-426-19904-6 Übersetzung Karin Dufner Erscheinungsdatum (D) 14.03.11 Erschienen 2011 Seiten 411 |
Inhalt
Seit sie auf der Welt ist, wird Victoria Jones von Waisenhaus zu Waisenhaus und von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht. Irgendwann hat Victoria aufgehört, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, aus ihr ist ein wortkarges und menschenscheues Etwas geworden, das immer darauf aus ist, anderen wehzutun. Ihre große Leidenschaft gilt der Pflanzenwelt, denn die Sprache der Blumen ist für sie die einzige Möglichkeit, mit anderen zu kommunizieren. Diese Sprache hat sie von Elizabeth gelernt, bei der sie einige Zeit lebte. Sie war für Victoria der erste und einzige Mensch, von dem sie Liebe und Zuneigung erfahren hat. Doch ein furchtbares Ereignis trennte sie und Elizabeth vor Jahren, und bis zum heutigen Tag bereut Victoria, was damals geschehen ist.
Jetzt ist sie achtzehn Jahre alt und obdachlos. Ganz auf sich allein gestellt übernachtet sie in einem Park und weiß nicht, wie sie ihr Leben bewältigen soll. Dann findet sie aber einen Job in einem kleinen Blumenladen und verzaubert mit ihrer Gabe, die Blumen sprechen zu lassen, unzählige Menschen. Auf dem Großmarkt für Blumenhändler lernt sie einen jungen Mann kennen, der ebenfalls die Sprache der Blumen zu beherrschen scheint. Zwischen Grant und Victoria entspinnt sich eine zarte Romanze, doch bald schon muss Victoria erkennen, dass Grant ein Verbindungsglied zu ihrer Vergangenheit bildet – einer Vergangenheit, die so schmerzhaft für sie ist, dass sie nicht mehr daran erinnert werden möchte…
Buchkritik von Stefanie Rufle
„Die verborgene Sprache der Blumen“ erzählt die Geschichte eines Waisenkindes, die exemplarisch für das Schicksal vieler elternlos aufwachsender Kinder sein könnte. Victoria ist eine stachelige Hauptfigur, die den Leser – wie auch die Figuren im Roman – nicht an sich herankommen lässt. Zu viel Zurückweisungen, Enttäuschungen und Verletzungen musste diese junge Frau in ihrem kurzen Leben schon aushalten. Es gelingt der Autorin Vanessa Diffenbaugh auf einfühlsame und authentische Weise, das Seelenleben dieser verletzten jungen Frau aufzuzeigen. Aus ihren Schilderungen sprechen eine große Erfahrung und die Kenntnis von der inneren Pein ungeliebt aufwachsender Kinder. Doch so unnahbar und zurückweisend Victoria auch sein mag – es gelingt Diffenbaugh, beim Leser eine langsam keimende Zuneigung zu dieser jungen Frau zu wecken, die ihn gebannt ihre Entwicklung verfolgen lässt.
„Die verborgene Sprache der Blumen“ erzählt eine berührende, poetische und teilweise auch witzige Geschichte, die für den Leser auf unaufdringliche Weise eine wichtige Botschaft bereithält: Solange es Menschen gibt, die uns lieben, können wir zwar straucheln und fallen, doch es wird immer jemand da sein, der uns wieder aufhilft. Die Liebe begegnet uns in diesem Roman in skurrilen und manchmal beinahe absurden Facetten, doch gerade das macht seine besondere Faszination aus. Romantische Ergüsse und Gefühlsduselei sucht man hier vergebens, vielmehr präsentieren sich die Gefühle buchstäblich durch die Blume.
„Die verborgene Sprache der Blumen“ ist ein wunderbares und anrührendes Buch, das eine tief greifende Wirkung beim Leser hinterlässt.
Wissenswertes
Interview mit Vanessa Diffenbaugh zu "Die verborgene Sprache der Blumen".
