Aktuelle Autoren
Aktuelle Buchkritiken
- März
- African Queen
- März
- Ashby House
- März
- Atem
- März
- Aufziehendes Gewitter
- März
- Die Bestimmung
- März
- Die Geheimnisse des Nic...
- März
- Die Nacht
- März
- Die Schuldlosen
- März
- Du und ich
- März
- Etwas endet, etwas beginnt
- März
- Garp und wie er die Welt sah
- März
- Nachricht von dir
- März
- Räuberleben
- März
- Schwarzer Schmetterling
- März
- Sie und er
- März
- Splitterwelten
- April
- Die 39 Zeichen - 9
- April
- Liebe und andere Ver...
- April
- Sarg niemals nie
- April
- Schweig still mein M...
- Mai
- Der Wald wirft schwarze Sch...
- Mai
- Meine Schwester lebt auf...
- Mai
- Oneiros
- Mai
- Schnitt
Kommende Buchkritiken
Die Schattenfrau
Rop fran langt avstand
|
Autor
Ake Edwardson
Genre Krimi
Verlag List ISBN 3-548-60178-2 Übersetzung Wolfdietrich Müller Erscheinungsdatum (D) unbekannt Erschienen 1998 Seiten 528 |
Inhalt
Spätsommer in Schweden. Am Stadtrand von Göteborg wird an einem See die Leiche einer ermordeten Frau aufgefunden. Die Identität der Getöteten bleibt indes ungeklärt, es finden sich keine Papiere bei ihr, sie wird zur Frau ohne Namen. Als Kommissar Erik Winter aus seinem wohlverdienten Sommerurlaub zurückkommt, muss er schnell feststellen, dass alle Spuren zunächst ins Nichts führen. Doch bei der Obduktion der Toten stellt sich heraus, dass die zumindest ein Kind geboren haben muss. Nun beginnt eine fieberhafte Suche nach dem Kind einer Person, von der man noch nicht einmal den Namen kennt.
Zur gleichen Zeit sehnt sich ein zutiefst verängstigtes Mädchen, das versteckt gehalten wird, nach seiner Mutter. Erst als das Fahrzeug des mutmaßlichen Täters gefunden wird, scheint endlich Bewegung in die Ermittlungen zu kommen. Doch Kommissar Winter wird nur allzu deutlich, dass er diesen Fall nur lösen kann, wenn er sein ganzes psychologisches Gespür einsetzt, denn offensichtlich handelt es sich hier um ein Verbrechen, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen.
Buchkritik von Stefanie Rufle
In „Die Schattenfrau“ treffen wir erneut den schwedischen Kommissar Erik Winter, dessen zweiten Fall uns Ake Edwardson präsentiert. Seltsam vertraut ist er uns, dieser Erik Winter mit seiner Vorliebe für feine Anzüge, Zigarillos und guten Jazz. Man fühlt mit ihm, angesichts seiner beruflichen Erschöpfung, seiner Beziehungsprobleme mit der Ärztin Angela und seiner Verzweiflung an den Missständen in der schwedischen Gesellschaft. Es gelingt Ake Edwardson, das, was er im ersten Roman „Tanz mit dem Engel“ nur angedeutet hat, zu vertiefen und ein komplexeres Bild dieses streitbaren Ermittlers entstehen zu lassen. Sehr schnell wird klar, dass es in „Die Schattenfrau“ weder um einen grausamen Mord an sich, noch um die blutige Beschreibung der Leiche geht. Vielmehr beschäftigt sich Edwardson mit der Entwicklung der Ermittlungen und den dunklen Hintergründen dieses Falls. Hier wird seine Fähigkeit deutlich, in einfachen, wohlüberlegten Worten finstere Abgründe in den Köpfen der Leser entstehen zu lassen.
Diesen Krimi zeichnet vor allem auch die Beschreibung der schwedischen Gesellschaft an sich aus, die wiederum den Nährboden liefert für ein derart verstörendes und vielschichtiges Verbrechen. Hinzu kommt eine nüchterne und sehr realistisch wirkende Betrachtungsweise der Polizeiarbeit, in der die Ermittler nicht als Helden, sondern vielmehr als Menschen voller Zweifel und Ängste dargestellt werden. „Die Schattenfrau“ gehört zu den Krimis, die die Suche nach dem Täter mehr und mehr unwichtig erscheinen lassen. Lediglich die Suche nach der Wahrheit ist es, die den Leser am Ende noch umtreibt – und die entpuppt sich als äußert spannend und verstörend.
Wissenswertes
Die Kommissar Winter-Reihe umfasst folgende Bände:
Tanz mit dem Engel
Die Schattenfrau
Das vertauschte Gesicht
In alle Ewigkeit
Der Himmel auf Erden
Segel aus Stein
Zimmer Nr. 10
Rotes Meer
Toter Mann
Der letzte Winter
