Der verbotene Schlüssel

Der verbotene Schlüssel

Autor Ralf Isau Genre Jugendbuch
Verlag cbj
ISBN 978-3-570-13834-2
Erscheinungsdatum (D) 15.11.10   Seiten 505

Inhalt

„Manche Dinge bleiben besser für immer unentdeckt!“

Die 14jährige Sophia hat schon jetzt ein vom Schicksal gebeuteltes Leben hinter sich. Erst vor Kurzem verlor sie ihre Eltern bei einem ebenso schrecklichen, wie mysteriösen Autounfall. Nun ist sie gerade in Hamburg angekommen, um bei der Testamentseröffnung ihres Opas dabei zu sein, den sie nicht einmal kannte, und der sich für sie und ihre Familie überhaupt nicht interessiert hat. Das kann ja heiter werden!
Nach dem Gespräch mit dem Notar ist sie jedoch auch nicht schlauer. Ihr Großvater wird als interessant, aber manchmal wunderlich beschrieben und auch die Hinterlassenschaften sind merkwürdig. Eine alte, riesige Wohnung in Hamburg mit lauter stehengebliebenen Uhren und ein millionenschweres Fabergé-Ei, in dem ein geheimer Mechanismus verborgen liegt, wie Sophia kurz darauf herausfindet. Den Schlüssel, um diese „Maschine“ in Gang zu setzen, hat sie ebenfalls, doch darf sie ihn, laut den Anweisungen ihres Großvaters, nicht verwenden. Als sie dem Drang, es zu versuchen, doch nicht widerstehen kann, löst sie damit verheerende Ereignisse aus…

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 3 von 5 Bs Ralf Isau ist ein preisgekrönter Schriftsteller, von dem selbst Michael Ende („Die unendliche Geschichte“) begeistert gewesen sein soll. Mit weit über zwanzig Büchern unterschiedlicher Genres, schreibt Isau für Erwachsene, wie Jugendliche gleichermaßen. „Der verbotene Schlüssel“ wird im cbj-Verlag veröffentlicht und ist somit eher an die jungen Leser gerichtet.
Der Autor liebt die Technik, was bisweilen dazu führt, dass er seinen Leser damit schlicht und ergreifend überfordert. Es scheint, als verliere sich Isau in den technischen Details, ohne auf seine wichtigen Figuren und seinen Handlungsverlauf zu achten. Dies führt dazu, dass die Geschichte, so gut sie auch sein mag, nicht fesselt. Die ersten fünfzig Seiten lassen auf eine ebenso turbulente, wie packende Handlung hoffen. Als dann Theo das Spielfeld betritt, wird es trocken – sehr trocken. Geschichtliche Fakten in die Handlung einzuweben ist gut und wichtig, hier findet jedoch wenig Balance statt, sodass man sich unweigerlich fragt, wie um Himmels Willen Jugendliche Spaß an dieser Geschichte haben sollen
Dennoch ist nicht alles unbefriedigend geraten. Sophia ist eine dankbare Figur und auch Theo hat seine starken Auftritte, die begeistern und fesseln. Die Idee hinter „Der verbotene Schlüssel“ ist ebenfalls nur als großartig zu bezeichnen. Dies reicht jedoch nicht, und so schafft es diese neueste Veröffentlichung aus dem Hause Isau nicht über die Durchschnittlichkeit hinaus. Dafür sind viele Kapitel viel zu trocken und viele Handlungsverläufe zu technisch detailliert.

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