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Kommende Buchkritiken
Trix Solier - Zauberlehrling voller Fehl und Adel
Henorena
|
Autor
Sergej Lukianenko
Genre Fantasy
Verlag Beltz & Gelberg ISBN 978-3-407-81074-8 Übersetzung Christiane Pöhlmann Erscheinungsdatum (D) 03.09.10 Erschienen 2009 Seiten 581 |
Inhalt
Trix ist der Sohn des ehrwürdigen Co-Herzogs und rechnet natürlich fest damit, eines Tages selbst auf dem Thron Platz zu nehmen. Doch diese Zukunftsaussichten werden jäh zerstört, als der zweite Co-Herzog einen Putschversuch unternimmt und damit auch erfolgreich ist. Trix’ Eltern sterben in Ehre – aber sie sterben und Trix ist fortan ein verstoßener Adliger. Nur durch die Güte seines neuen Herzogs wird er lebendig des Herzogtums verbannt.
Doch Trix schwört Rache. Doch wie, wenn man gar nicht weiß, wohin man gehen, geschweige denn, wen man um Hilfe bitten soll? In Tiana findet er eine tollkühne Verbündete. Wenn er ihr hilft aus ihrer Zwangshochzeit herauszukommen, verspricht sie ihm, wird sie ihm im Gegenzug helfen, den Thron zurückzubekommen...
Buchkritik von Thomas Ays
„Ein Ritter-Piraten-Schelmen-Zauberlehrlingsroman voll heiterer Komik und wunderbarer Fabulierkunst.“ So wird „Trix Solier - Zauberlehrling voller Fehl und Adel“, das neue Jugendbuchabenteuer von Sergej Lukianenko, dem Schöpfer von unter anderem „Wächter der Nacht“ und „Das Schlangenschwert“, angepriesen. Beim Preisen bleibt es an dieser Stelle tragischerweise auch. Es ist, wie so oft mit den Büchern des russischen Ausnahmeschriftstellers. Die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken, sowie die PR-Maschinerie versprechen immer urkomische und unterhaltsame Abenteuer, in denen es auf der einen Seite zur Sache geht und das auf der anderen lauthals lachende Leser hervorbringen soll. So weit die Theorie. Doch die Praxis sieht ganz anders aus.
„Trix Solier - Zauberlehrling voller Fehl und Adel“ hält insgesamt gesehen ganz wenige Versprechen und langweilt eher, als zu unterhalten. Verschachtelte Sätze und Dialoge, die wohl komisch sein sollen, es aber nicht sind, trüben nicht nur den Gesamteindruck, sondern bringen den Leser auch derart auf die Palme, dass man sich am Ende schwört, nie wieder auch nur ein Buch zur Hand zu nehmen, bei dem solche Versprechungen gemacht werden. Trix bleibt auch nach einhundert Seiten absolut blass und auch die Figuren, die er trifft, werden nicht farbenfroher. Im Gegenteil. Das Nervpotential ist auch hier sehr, sehr hoch.
Es ist sehr schade, denn es hatte sich alles so toll angehört. Aus „Trix Solier - Zauberlehrling voller Fehl und Adel“ ist jedoch ein belangloses Jugendbuch-Fantasy-Abenteuer geworden, das die Chancen, die es hatte, ungenutzt an sich vorbeiziehen lässt.
