Erebos

Erebos

Autor Ursula Poznanski Genre Jugendbuch
Verlag Loewe
ISBN 978-3-7855-6957-3
Erscheinungsdatum (D) Januar 2010   Seiten 485

Inhalt

Nick merkt schnell, dass sich an seiner Schule etwas Seltsames zuträgt. Heimlich werden CDs ausgetauscht und einige seiner Mitschüler, die sich sonst nie sonderlich viel zu sagen hatten, tuscheln nun heimlich miteinander. Das große Geheimnis lüftet Nick erst, als er selbst Besitzer einer der CDs wird und ihm bei der Übergabe geheimnisvoll erklärt wird, dass es sich dabei um ein PC-Spiel mit strikten Regeln handelt: Jeder hat nur eine Chance das Spiel zu spielen. Man muss beim Spielen immer alleine sein und darf sich mit niemandem darüber unterhalten. Stirbt man innerhalb des Spiels oder widersetzt sich den Regeln, fliegt man raus und das Spiel kann nicht wieder gestartet werden.

Nick kann seine Neugier kaum bremsen und startet sofort die Installation von „Erebos“. Schnell merkt er, dass er es dabei mit keinem normalen Spiel zu tun hat. Nicht nur, dass die Welt von „Erebos“ unglaublich authentisch aussieht, das Spiel scheint zudem intelligent zu sein. Noch macht sich Nick jedoch keine Sorgen über einige merkwürdige „Verhaltensarten“ des Spiels. Erst als „Erebos“ damit beginnt Aufträge zu erteilen, die nicht in der virtuellen Welt, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen, wird Nick skeptisch. Doch da ist es bereits zu spät: Nick ist bereits viel zu weit in die faszinierende Welt des Spieles eingetaucht und kann einfach nicht mehr damit aufhören…

Buchkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Bs In Zeiten in denen Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiele wie ‚World of Warcraft‘ das Leben zahlreicher junger Menschen dominieren, kommt ein Buch wie „Erebos“ genau richtig. Mit scharfem Blick skizziert die Wiener Autorin Ursula Poznanski die fesselnde Welt eines Computer-Rollenspiels und verweist nachhaltig auf die Gefahren, die hinter dem puren Entertainment lauern. Indem sie das Spiel aus seiner rein virtuellen Welt herausnimmt und es mitten hinein in das reale Leben verpflanzt, geht sie den entscheidenden Schritt und trifft damit prompt den Kern der immer wieder aufkeimenden Debatte in der Öffentlichkeit. Den intelligentesten Kniff der Autorin stellt jedoch zweifellos die Tatsache dar, dass sie sich - in Form eines Jugendbuch-Thrillers - mit ihren Zeilen direkt an die Zielgruppe wendet und damit genau an den richtigen Türen anklopft dürfte.

Ursula Poznanski versteht es mit ihrem Jugendbuch hervorragend, zwei grundverschiedene Welten aufeinander prallen und diese langsam aber sicher miteinander verschmelzen zu lassen. Nicht nur die Figuren der Geschichte können schon bald nicht mehr zwischen Spiel und wirklichem Leben unterscheiden, sondern auch der Leser. Auf beinahe erschreckende Art und Weise gelingt es Poznanski, fließende Übergänge zu schaffen und die Grenzen zwischen Fiktion und Fakt gefährlich verschwimmen zu lassen. Dennoch verschenkt sie im Mittelteil ihrer Geschichte viel an Spannung, indem sie sich einige Kapitel zu lange in der virtuellen Welt aufhält und den Weg zum großen Showdown nur allmählich ebnet. Dennoch ist ihr „Erebos“ ein mehr als wichtiger Thriller im Jugendbuchbereich, der nicht grundlos auf großes Interesse und guten Anklang in der Öffentlichkeit stieß.

Besucherbewertung

5.0 / 5  (17 votes)

Kommentare


Kommentare

MaryLou schreibt am 23.07.11, 16:16
Ich habe das Buch selber leider noch nicht gelesen, aber das Hörspiel ist total geil..
Wirklich mitreßend und auf jedenfall "höhrenswert"
Till K. schreibt am 01.09.11, 18:57
Das buch ist so cool!
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