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Kommende Buchkritiken
Die Zauberer. Das dunkle Feuer
|
Autor
Michael Peinkofer
Genre Fantasy
Verlag Piper ISBN 978-3492701730 Erscheinungsdatum (D) 06.09.10 Seiten 539 |
Inhalt
Vier Jahre nach der ersten großen Schlacht mit den Mächten der Dunkelheit befindet sich das Reich der Elfen nach wie vor im Kriegszustand. Zwar konnte damals ein Sieg errungen werden, doch der Dunkelelf Margok lässt Erdwelt nicht zur Ruhe kommen. Während sich im Rat der Zauberer die beiden Flügel nach wie vor die Köpfe heiß reden, kämpft König Elidor einen scheinbar aussichtlosen Kampf. Margoks Sieg scheint nur noch eine Frage der Zeit, doch Zauberer Farawyn, der neue Älteste von Shakara, ist noch nicht gewillt aufzugeben. In der Annahme, Aldur und Alannah bewahren wenigstens die Fernen Gestade vor dem Zugriff des Bösen, schickt er seinen einstigen Schüler Granock zu den Menschen, in der verzweifelten Hoffnung, mit ihnen ein Bündnis zu schmieden. Doch Granock muss feststellen, dass er nicht der Erste ist, der hier vorspricht und dass die Fernen Gestade nicht so sicher sind, wie von Farawyn angenommen…
Buchkritik von Melanie Frommholz
Mit „Die Zauberer. Das dunkle Feuer“ beschert uns der deutsche Fantasy-Autor Michael Peinkofer nicht nur seinen 6. Erdweltroman, sondern auch das große Finale der „Zauberer-Trilogie. Der Abschlussband zeichnet sich insbesondere durch blutige Action aus, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Erdwelt ist nach vier Jahren Kriegszustand mit dem Dunkelelfen Margok am Rande der Zerstörung und Peinkofer versteht es, dieses Szenario mit seiner bildhaften Sprache einzufangen. Nach wie vor stehen die bekannten Figuren Granock, Alannah, Aldur, Farawyn und Rurak im Zentrum der Geschehnisse. Über allen hängt der Dunkelelf Margok wie ein Schatten, der mittlerweile zwar ein Aussehen bekommen hat, aber weiterhin wenig differenzierte Charakterschärfe. Fans von Stephen Kings „Der dunkle Turm“ werden bei seiner Beschreibung sicherlich an den scharlachroten König denken, der hier als fieser Gegner von Revolvermann Roland fungiert.
Auch wenn Margok hinter den Erwartungen zurückbleibt, besinnt sich Michael Peinkofer in seinem dritten Zauberer-Band wieder mehr auf die Figurenzeichnung. Kombiniert mit seiner gewohnt unterhaltsamen und temporeichen Erzählweise, gelingt ihm ein Buch, das seinen Leser fesselt. „Die Zauberer. Das dunkle Feuer“ ist wie ein guter Action-Film. Auch ihm verzeiht man die eine oder andere Unschärfe, wenn das Timing und die Effekte stimmen und der Sog der Ereignisse einen mitreißt. Peinkofer lässt weder seine Figuren, noch den Leser bei seinem Finale zu Atmen kommen. Am Ende schlägt er dann jedoch etwas überhastet die Brücke zu seiner Ork-Trilogie. Die letzten Seiten sind der eigentliche Wermutstropfen bei dem ansonsten überzeugenden Buch. Zu schnell fügen sich die Figuren in ihr Schicksal. Hier wäre Platz für starke Dialoge und emotionale Abschiede gewesen, welche die Figuren noch einmal intensiv beleuchtet hätten. Michael Peinkofer hat sich für ein solides Ende entschieden, das mehr erklärt als berührt und damit die Chance vertut zu zeigen, dass nicht nur die Action-Sequenzen seine Stärke sind.
Wissenswertes
Die Zauberer-Trilogie besteht aus folgenden Teilen:
Band 1:
Die Zauberer
Band 2:
Die Zauberer. Die Erste Schlacht
Band 3:
Die Zauberer. Das dunkle Feuer