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Kommende Buchkritiken
Rosenjahre: Meine Familie zwischen Persien und Deutschland
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Autor
Jasmin Tabatabai
Genre Biographie
Verlag Ullstein ISBN 978-3-550-08837-7 Erscheinungsdatum (D) September 2010 Seiten 288 |
Inhalt
Für die wenigen deutschen Kinogänger, die Jasmin Tabatabai nicht kennen: Die heute sehr erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin wurde in Teheran geboren und wuchs auch einige Zeit dort auf. Ihre Mutter Rose traf in den 50er Jahren in Deutschland auf den Iraner Taba, in den sie sich verliebte und ihm schließlich in seine Heimat folgte, ihn dort ziemlich schnell heiratete und eine Familie gründete. Jasmin Tabatabais „Rosenjahre: Meine Familie zwischen Persien und Deutschland“ erzählt die Geschichte ihrer Eltern…
Buchkritik von Thomas Ays
Sängerin, Schauspielerin und… Autorin? Ja, Jasmin Tabatabai hat ein Buch geschrieben, eine Liebesgeschichte ihrer Eltern und auch für ihre Eltern. Zumindest kann man das in dieses knapp dreihundertseitige Werk hineininterpretieren. Mit sehr viel Liebe und Leidenschaft beschreibt sie ihre junge Mutter Rose und ihren persischen Vater Taba. Man merkt an vielen Stellen in dieser Biographie, wie groß die Liebe zu ihren Eltern sein muss.
Durch Briefe und reichlich Erzählungen der vielen, vielen Verwandten ist dieses Buch schließlich entstanden. An manchen Stellen, gerade in der Mitte und gegen Schluss fesselt die erzählte Geschichte dann leider nicht mehr, was dazu führt, dass man es jederzeit aus der Hand legen kann. Zwar wurde hier versucht, einzelne Orte, Gefühle und Situationen anschaulich zu beschreiben, gelungen ist dies oft nur bedingt, dazu werden die einzelnen Stationen im fernen Orient viel zu schnell, eine nach der anderen, abgehakt. Verständlich, schließlich war Jasmin Tabatabai selbst nicht dabei und muss sich auf die schriftlichen und erzählten Berichte verlassen. Eine Schwierigkeit, die sicherlich nicht unterschätzt werden darf.
Doch eines hat Jasmin Tabatabai mit ihrem Buch bewirkt: Sie hat eine Lust entfacht. Für den Iran, die Menschen dort, die vielen, sympathischen Gebräuche und die herrlich beschriebenen Landschaften, die man wohl mit eigenen Augen gesehen haben muss, um sie in ihrer Einzigartigkeit zu begreifen.
