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Kommende Buchkritiken
Ich will dich nicht töten
Full of Holes
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Autor
Dan Wells
Genre Thriller
Verlag Piper ISBN 9-783-49226-781-6 Übersetzung Jürgen Langowski Erscheinungsdatum (D) 01.10.10 Erschienen 2010 Seiten 445 |
Inhalt
Schon zweimal hat eine schaurige Mordserie die Kleinstadt Clayton County erschüttert und beide Male war der sechzehnjährige John Cleaver der direkte Grund, warum diese abrupt aufhörten. John bezeichnet sich selbst als Soziopathen und geht davon aus, dass er einmal zum Serienkiller werden wird. Seine dunkle Seite, die er „Mr. Monster“ nennt, will Blut sehen, will töten, will quälen. Mit Umgangs- und Verhaltensregeln versucht er, sich selbst in Schach zu halten, andererseits jedoch ist es genau diese, seine Denkweise, die ihm bisher dabei half, die der Mörder zu verstehen. Einziges Problem hierbei: Diese sind keine gewöhnlichen Menschen, sondern Dämonen.
Derzeit ahnt John, dass es eine neue Mordserie geben wird, denn kein Geringerer als er selbst hatte unlängst eine Dämonin provoziert und damit über kurz oder lang auf den Plan gerufen. Nur wann und wo wird dies sein? John wartet. Und dann beginnt das Grauen von Neuem. Das erste Opfer ist ein Pfarrer, und in regelmäßigen Abständen werden schrecklich zugerichtete Leichen gefunden. Wieder einmal ist die Polizei ratlos, aber John fängt sofort an zu analysieren und hat schon recht bald einen Plan. Und er hat Hilfe: Marci. Ihr Vater ist selbst Polizist und so sind die beiden schnell damit beschäftigt, ein Täterprofil zu erstellen, wobei nur John weiß, dass es sich um eine unberechenbare Dämonin handelt. Aber es gibt etwas, das John vollkommen übersieht, und die ganze Geschichte nimmt bald eine unerwartete Wendung, die ihn und seine Mitmenschen in unmittelbare Gefahr bringt …
Buchkritik von Angelika Koch
Als Erstes an dieser Stelle ein großes Kompliment an den Verlag Piper, der sich bei der Gestaltung der Buchcover bei dieser Triologie richtig was ausgedacht hat. So wie die Geschichten aufeinander aufbauen und unlösbar zusammengehören, so konform stellt sich auch das Design dar. Eine wahre Pracht für das Bücherregal.
Die Geschichten um den Protagonisten werden auch nicht minder spannend und das dritte Buch ist ebenfalls ein „Reißer“. Wieder kann der Leser es kaum aus der Hand legen, will wissen, wie sich die ganze Sache erklärt, was John Cleaver machen wird, was mit ihm selbst passiert. Schließlich ist er einem in den beiden anderen Büchern schon längst ans Herz gewachsen, man kann ihm seine psychopathischen Defizite einfach nicht krumm nehmen. Wer hätte gedacht, dass man mit einem potentiellen Serienkiller sympathisieren könnte? Aber genau das gelingt Dan Wells hervorragend: Er bringt einem einen Menschen, den man im Leben nicht verstehen möchte, näher und macht ihn zu einem guten Bekannten, dem man eigentlich helfen möchte, wenngleich man doch auch ein bisschen Angst vor ihm hat. Der Autor betritt weiterhin den schmalen Grat zwischen Verständnis und Entsetzen, zwischen Realem und Fantastischem und spinnt diese Geschichte schlüssig und erzählerisch nach wie vor herausragend weiter und bringt sie hiermit – leider – zu Ende. Vielleicht ist es ja nun auch gut, dass man von John Cleaver nichts mehr hören wird, aber irgendwie ist er dem Leser ans Herz gewachsen und wird ihm fehlen. Dan Wells jedoch wird noch weitere Bücher schreiben und das ist eine äußerst erfreuliche Tatsache. Sicherlich sind seine Geschichten nicht für „jedermann“ geeignet, aber es hat sich schon eine spezielle Fangemeinde um den Autor gescharrt, die kaum abwarten kann, was aus dessen Feder wohl noch fließen mag.
Wissenswertes
Ebenfalls im Verlag Piper erschienen sind:
Ich bin kein Serienkiller
Mr. Monster
Du stirbst zuerst
