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Kommende Buchkritiken
Sieben Jahre in Tibet
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Autor
Heinrich Harrer
Genre Erlebnisbericht
Verlag Ullstein ISBN 3-548-03336-9 Erscheinungsdatum (D) 1966 Seiten 299 |
Inhalt
„Sieben Jahre in Tibet“ erzählt die Geschichte des berühmten Bergsteigers Heinrich Harrer, seiner Aufsehen erregenden Flucht aus einem indischen Internierungslager während des Zweiten Weltkrieges und seiner aufreibenden und abenteuerlichen Odyssee durch Tibet. Zusammen mit seinem Freund Peter Aufschnaiter gelingt es ihm schließlich, in die "Verbotene Stadt" Lhasa zu gelangen, dem Sitz des vierzehnten Dalai Lama, des geistlichen und weltlichen Oberhauptes der Tibeter. Dort trifft Harrer auf eine ihm völlig fremde Kultur und interessante Menschen. Als besondere Auszeichnung darf er die Bekanntschaft des Gottkönigs Dalai Lama machen, dessen Lehrer und Freund er wird.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Die Geschichte, die in „Sieben Jahre in Tibet“ erzählt wird, ist vielen Lesern sicherlich aus dem gleichnamigen Film bekannt, hat aber mit dessen "Brad Pitt-Romantik" so rein gar nichts zu tun. Aber all jene Leser, die Gefallen finden an abenteuerlichen Szenen, an Sitten und Gebräuchen anderer Kulturen und vor allem an ganz anderen Sichtweisen als den gewohnten, kommen hier voll auf ihre Kosten.
Die leicht altmodisch anmutende Ausdrucksweise des Erzählers macht das Lesen anfangs etwas mühsam, doch nach und nach gewöhnt man sich an den Stil und kann in eine faszinierende Welt eintauchen, die ganz viel von der Geschichte Tibets offenbart. Heinrich Harrer erzählt von seiner Begegnung mit dem charismatischen vierzehnten Dalai Lama, der zu der Zeit zwar noch ein Kind war, aber dennoch oft den Eindruck eines weisen alten Mannes erweckt. Gerade die Diskrepanz zwischen dem verspielten Jungen einerseits und dem Gottkönig andererseits macht die besondere Faszination dieses Buches aus. „Sieben Jahre in Tibet“ wirbt um Verständnis für die Belange Tibets und schildert gleichzeitig eine wunderschöne, faszinierende und berührende Kultur, die nach der Annexion durch China ihre Wurzeln verlor.

