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Kommende Buchkritiken
Medusa
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Autor
Thomas Thiemeyer
Genre Roman
Verlag Knaur ISBN 978-3-426-63230-7 Erscheinungsdatum (D) 2005 Seiten 384 |
Inhalt
Die Archäologin Hannah Peters lebt und arbeitet seit Jahren in der Sahara. Inmitten dieser riesigen Wüste und völlig isoliert vom Rest der Welt liegt das Sandsteinplateau Tassili N’Ajjer. Hier gibt es uralte, Geheimnis umwobene Felsmalereien zu entdecken, die schon seit jeher eine große Faszination auf Wissenschaftler ausüben. Der alte Tuareg Kore zeigt Hannah den verborgenen Weg zu einer seltsamen Medusenskulptur, die mit Landkarten und Symbolen verziert ist – offensichtlich ein Kultgegenstand, von dem eine dunkle Kraft ausgeht. Obwohl Hannah Kore versprechen musste, den Ort der Medusa für sich zu behalten, macht sie sich zusammen mit einem Team der National Geographic Society daran, das Rätsel der Skulptur zu lösen.
Die Hieroglyphen auf der Medusa führen die Wissenschaftler zu den Gebirgshöhlen des Niger. Doch diese Reise wird immer wieder von Rebellen bedroht und schnell zeigt sich außerdem, dass es noch weitere Interessenten am Geheimnis der Medusenskulptur gibt. Das Team befindet sich in großer Gefahr und als Hannah zusammen mit dem Klimatologen Chris in achthundert Metern Tiefe den gesuchten Medusentempel findet, ist das erst der Beginn einer gefahrvollen Expedition…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Alte Felsmalereien, verborgene Botschaften in mysteriösen Hieroglyphen, verwunschene Heiligtümer, nach denen die Menschheit immer wieder sucht – all das ist der Stoff für einen aufregenden und spannenden Abenteuerroman. Thomas Thiemeyer, der Geografie und Geologie studiert hat, versteht es, sein immenses Wissen über alte Kulturen geschickt in einen spannenden Roman zu packen. In „Medusa“ verbindet sich die Faszination längst verschollener Geheimnisse mit einer packenden Geschichte um Habsucht, Intrigen und dem immerwährenden Wunsch der Wissenschaft, dem Rätsel der Menschheit näher zu kommen.
Auch wenn dieser Roman dem klassischen Muster einer Abenteuergeschichte folgt und auch in der Zeichnung der Charaktere wenig Überraschendes zu bieten hat, schlägt „Medusa“ einen doch von Anfang an in seinen Bann. Thiemeyer bietet dem Leser, was dessen Herz begehrt: Spannung, großes Fachwissen, eine romantische Liebesgeschichte, üble Intriganten und den über allem stehenden Wunsch der Protagonisten nach Anerkennung und Ruhm. Dennoch kann man nicht darüber hinwegsehen, dass nicht immer alles ganz schlüssig und rund abläuft, und am Ende bleibt dann doch die eine oder andere Frage offen. Unterm Strich ist „Medusa“ ein fesselnder und packender Abenteuerroman, der sprachlich zwar nicht immer ganz überzeugt, dafür aber in keiner Sekunde langweilig ist.
Wissenswertes
"Medusa" ist der Debütroman des deutschen Autors Thomas Thiemeyer.

