Der Stein des Raben

Autor: Stephan M. Rother
Genre: Jugendbuch
Verlag: cbj
ISBN: 978-3570221105
Erscheinungsdatum (D) Februar 2010 Seiten 256

Der Stein des Raben

Inhalt

Das raue Leben am Meer verlangt viel von den Menschen im Dorf. Auch Skagen, der einzige Sohn des Dorfherrn, muss seit jeher mithelfen, wo Not am Mann ist. Doch sein Herz schlägt nicht für den Fischfang oder das Flicken der Netze, sondern für die Musik. Mit seiner kleinen selbstgebauten Harfe erfreut er im Winter am Feuer die Dorfbewohner, doch sein größter Wunsch ist es, richtiger Barde zu werden. Als das Gefolge des Großherzogs von Dakia nach einer Schiffshavarie unverhofft im Dorf Station macht, macht Skagen Bekanntschaft mit dem berühmten Barden Aventin, dem Schönen. Sein Wunsch wird dadurch weiter angeheizt und die unverhoffte Begegnung mit der Zauberin Ormuz bringt Skagen unverhofft näher an die Erfüllung seiner Träume. Mit Hilfe des geheimnisvollen Bardensteins macht sie aus dem Fischerjungen einen gefeierten und erfolgreichen Barden, der auch am königlichen Hof in Ehrengrund nur Beifall gewinnt. Doch Skagen muss erkennen, dass sich Träume nicht erfüllen ohne einen Preis dafür zu fordern. Als die finsteren Trolle aus der eisigen Öde ins Land einfallen, scheint die Zeit für Musik und Ruhm für Skagen zunächst vorbei. Doch dann werden der Junge und sein Bardenstein zur einzigen Hoffnung auf Rettung vor einem geheimnisvollen Gegner…

Buchkritik von Melanie  Frommholz

Mit „Der Stein des Raben“ legt der deutsche Autor Stephan M. Rother ein gelungenes Jugendbuch vor, das seine Fans sicherlich nicht lange suchen muss. Angelegt für eine Zielgruppe „ab 11 Jahren“ lebt die kurzweilige Geschichte von ihren sympathischen Figuren, die einem gleich ans Herz wachsen. Sei es nun die Hauptfigur, der junge Skagen mit seinem Traum von einer Karriere als Barden, die zerstreute Zauberin Ormuz, die auch schon mal gerne als Rabe lebt, oder der ständig maulende Gnom Brandy – man mag sie alle schon nach kurzer Zeit. Die Handlung entwickelt sich spannend, wenn auch für ältere Leser sicherlich nicht ganz so überraschend wie für junge Fantasy-Fans. Dennoch wird man auf den 256 Seiten durchweg gut unterhalten. Durch Rothers eingängigen Erzählstil hat man Orte und Figuren bald vor Augen und erlebt mit liebenswerten Helden ein großes Abenteuer. „Der Stein des Raben“ hebt sich wohltuend von der grauen Masse der Fantasy-Jugendbücher ab, da er auf altbekannte Völker und Motive der phantastischen Literatur zurückgreift und nicht mit dem Trendstrom der Vampire, Werwölfe und Engel schwimmt. Der vielversprechende Auftakt zu einer Reihe, die hoffentlich bald fortgesetzt wird.

Die Abenteuer von Skagen und seinen Freunden gehen weiter in:
Der Pfad der Träume (angekündigt für Frühjahr 2011)

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