Aktuelle Autoren
Aktuelle Buchkritiken
- Dez.
- Alle Rache will Ewigkeit
- Dez.
- City of Fallen Angels
- Dez.
- Judaswiege
- Jan.
- Aleph
- Jan.
- Blauer Montag
- Jan.
- Das Skript
- Jan.
- Immortal Beloved 2
- Jan.
- Offenes Grab
- Feb.
- Das Alphabet Haus
- Feb.
- Heldenwinter
- Feb.
- London Killing
Kommende Buchkritiken
- Dez.
- Die Kriminalromane
- Dez.
- Wasserland
- Jan.
- Cassia & Ky 2
- Jan.
- Der Anschlag
- Jan.
- Die Königsmörder-Chronik 3
- Feb.
- Die Bestie von Sanok
- Feb.
- Die Feuerkämpferin 3
- Feb.
- Die Geschichte des Wassers
- Feb.
- Die Hunt-Chroniken 2
- Feb.
- Die sterblich Verliebten
- Feb.
- Entführt
- Feb.
- Garp und wie er die Welt sah
- Feb.
- Hyddenworld
- Feb.
- Vergeltung
- Feb.
- Schwarze Blumen
- Feb.
- Sie und er
- Zur Vorschau
Booksection.de unterstützt PETA
Liebste Tess
Sister
|
Autor
Rosamund Lupton
Genre Roman
Verlag Hoffmann & Campe ISBN 978-3-455-40284-1 Übersetzung Barbara Christ Erscheinungsdatum (D) August 2010 Erschienen 2010 Seiten 384 |
Inhalt
Als die New Yorker Karrierefrau Beatrice erfährt, dass ihre kleine Schwester Tess seit einigen Tagen spurlos verschwunden ist, macht sie sich sofort auf den Weg nach London. Da die Kunststudentin Tess einen nicht ganz so gediegenen Lebensstil führt wie ihre Schwester, macht Beatrice sich zunächst noch nicht allzu viele Sorgen. Doch dann wird Tess tot im Hyde Park aufgefunden und die Polizei vermutet Selbstmord. Doch Beatrice glaubt keine Sekunde an diese Theorie, weiß sie doch, dass ihre Schwester schwanger war und dieses Kind unbedingt bekommen wollte. Doch all ihre Versuche, die Polizei von der Selbstmordtheorie abzubringen, scheitern. Beatrice, selbst von Schuldgefühlen gequält, weil sie nicht da war, um Tess’ zahllose Anrufe am Tag ihres Todes entgegenzunehmen, beginnt geradezu besessen zu ermitteln.
Die angepasste, stets korrekt gekleidete und frisierte Karrierefrau entwickelt sich mehr und mehr zu einem Abbild ihrer Schwester, der Künstlerin. Dabei kommt sie nicht nur Einzelheiten aus Tess’ Leben auf die Spur, sondern erkennt allmählich immer deutlicher, wer sie selbst ist. Doch bei dem Versuch, den Mörder ihrer Schwester zu finden, übersieht Beatrice ein wichtiges Detail – was fatale Folgen für sie haben soll.
Buchkritik von Stefanie Rufle
„Liebste Tess“, so beginnt Rosamund Lupton ihren wunderschönen, poetischen und zutiefst ergreifenden Roman über eine Frau, die den angeblichen Selbstmord ihrer Schwester nicht als gegeben annehmen kann. In einem langen Abschiedsbrief an Tess schildert Beatrice ihre Schuldgefühle, ihren abgrundtiefen Kummer und die Trauer, die sie beinahe umbringen. Gekonnt schildert die Autorin dabei die allmähliche, beinahe unmerkliche Wandlung der Protagonistin, die sich bisher ihrer Schwester stets etwas überlegen fühlte, nun aber mehr und mehr zu Tess und damit zu sich selbst findet. „Liebste Tess“ wird unaufhaltsam zu einem zärtlichen Liebesbrief an die tote Schwester und gleichzeitig zu einem spannenden Thriller. Der Leser ist unbeirrt an Beatrice Seite, ist wie sie ganz sicher, dass Tess sich nicht das Leben genommen haben kann, sondern vielmehr ermordet wurde. Mit ihr begibt er sich auf die lange und gefährliche Suche nach dem Mörder und wird gleichzeitig Zeuge ihres abgrundtiefen Schmerzes und der unstillbaren Sehnsucht nach der toten Schwester.
Lupton gelingt das Kunststück, zwei verschiedene Genrerichtungen so miteinander zu verknüpfen, dass man förmlich hineingezogen wird in das Geschehen, dass man nicht mehr denken kann, sondern nur noch dieser wunderschönen und zugleich grausamen Geschichte folgen möchte. „Liebste Tess“ – ein Roman, der eigentlich ein langer Brief ist, voll von berührenden und ergreifenden Gedanken und mit einem Ende, das man ganz einfach nur als unfassbar genial bezeichnen kann.
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
Carola Herrmann schreibt am 05.11.10, 13:50
Ich kann mich der positiven Kritik nur anschließen. Die Geschichte zieht einen von Anfang an in Bann und man bleibt bis zum ungewöhnlichen Ende atemlos dabei...
