Puerta Oscura - Totenreise

Puerta Oscura

Puerta Oscura - Totenreise

Autor David Lozano Garbala Genre Jugendbuch
Verlag Loewe
ISBN 978-3-7855-6863-7
Übersetzung Susanna Mende Erscheinungsdatum (D) Juni 2010   
Erschienen 2008  Seiten 608

Inhalt

Pascal hat es endlich getan und seiner besten Freundin Michelle seine Liebe gestanden. Schon seit Jahren sind die Schüler befreundet, weshalb Michelle auch große Angst hat, das aufs Spiel zu setzen. Sie weiß nicht wirklich, wie intensiv die Gefühle für ihren Freund sind. Kurz darauf haben Pascal, Michelle und ihr gemeinsamer Kumpel Dominique ganz andere Probleme. Auf einer Halloweenparty geschieht etwas Unglaubliches. Pascal, eigentlich auf der Suche nach passenden Klamotten für die Kostümparty auf dem Dachstuhl, betritt unversehens das Reich der Toten. Nur einmal alle hundert Jahre, in der Nacht zu Allerheiligen, öffnet sich die Pforte. Dummerweise benötigen beide Reiche einen Ausgleich und so betritt etwas zutiefst Dunkles die Welt der Lebenden: ein Vampir. Und der will nicht irgendwas, sondern die Menschheit auslöschen und eine neue Hölle auferstehen lassen. Werden Pascal und seine Freunde das verhindern können?

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 3 von 5 Bs Laut Pressemitteilungen ist der studierte Jurist David Lozano Garbala seit Erscheinen von „Puerta Oscura - Totenreise“ 2008 in Spanien eine Ikone der Jugendliteratur geworden. Bereits nach wenigen Seiten dieses dunklen Vertreters des Genres muss man sich jedoch gleich mehrere Fragen stellen: Gibt es die Unterscheidung Fantasy und Jugendbuch überhaupt noch? Stehen Verlage und Autoren nicht in der Pflicht ihr Material sorgfältig zu prüfen, bevor sie „Jugendbuch“ auf ihre neuste Veröffentlichung pressen?
Es darf auch in diesem Genre gern heiß hergehen und sicherlich verkraften unsere Kids eine ganze Portion mehr, als man ihnen zutraut, dennoch ist „Puerta Oscura – Totenreise“ ein ganz besonders harter Vertreter geworden, das ab mindestens 15 Jahren zu empfehlen ist. Gruselige Szenen, blutige Sequenzen, widerlich beschriebene Szenarien stehen in der Geschichte von Garbala auf der Tagesordnung. Oftmals geht der Autor mit Beschreibungen einzelner Szenen einige Schritte zu weit.
Auch die Übersetzung scheint nicht sorgfällig gearbeitet zu haben. Immer wieder begegnen einem in diesem Abenteuer Sätze, die unverständlich und umständlich zugleich sind. Auch die Dialoge sind zuweilen schwerfällig, was vermutlich an der Übersetzung und nicht an der Vorlage liegt.
David Lozano Garbala verpasst es ebenso, eine nötige Prise Witz in seine dunkle Geschichte zu bringen, was dazu führt, dass die ganze Erzählung arg hoffnungslos wirkt. Die Figuren, die der Spanier erschuf, sind jedoch durchweg gelungen. Pascal, Dominique, Michelle, die alte Wahrsagerin Daphne und die engagierte Polizistin Marguerite Betancourt mit ihrem Partner, dem Gerichtsmediziner Marcel Laville sind ebenfalls durchweg gelungen.

„Puerta Oscura – Totenreise“ hat viele Vorzüge, aber ebenso viele Mängel. Neben einer originellen, wie kreativen, aber sehr dunklen Geschichte mit vielen tollen Figuren, versagt oftmals die Übersetzung und behindert den Erzählfluss. Auch sind manche Sequenzen eindeutig zu blutrünstig und widerlich für ein Jugendbuch geraten. „Puerta Oscura – Totenreise“ ist mit Vorsicht zu genießen!

Wissenswertes

Diese Buchreihe umfasst folgende Bände:

Band 1:
Puerta Oscura - Totenreise
Band 2:
Puerta Oscura - Totengelächter
Band 3:
Puerta Oscura - Totengesang

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