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Kommende Buchkritiken
Ich schreib dir morgen wieder
The Book of Tomorrow
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Autor
Cecelia Ahern
Genre Roman
Verlag Krüger Verlag ISBN 978-3-8105-0145-5 Übersetzung Christine Strüh Erscheinungsdatum (D) Mai 2010 Erschienen 2009 Seiten 362 |
Inhalt
Nachdem ihr Vater und Ehemann Selbstmord begangen hat, sind Tamara und ihre Mutter Jennifer dazu gezwungen, ihr tolles Anwesen und das luxuriöse Leben in Dublin hinter sich zu lassen. Fortan leben sie bei Tante Rosaleen und Onkel Arthur in der Einöde. Vor allem Jennifer leidet unter dem schweren Verlust: Sie ist kaum mehr ansprechbar und verbringt Tag und Nacht im Bett. Ihre 16jährige Tochter Tamara ist daher gänzlich auf sich alleine gestellt und muss selbst herausfinden, wie sie sich mit der neuen Situation am besten arrangiert. Leider ist ihr auch Tante Rosaleen dabei keine sonderlich große Hilfe. Ganz im Gegenteil: Je länger Tamara ihre Tante und deren Verhalten beobachtet, desto merkwürdiger erscheint es ihr. Rosaleen ist jedoch gewievt und lässt sich nicht so leicht in die Karten schauen. Erst als Tamara zufällig ein magisches Tagebuch findet, in dem ihr eigenes Leben aufgeschrieben ist - und zwar immer schon der nächste Tag – kommt sie dem großen Geheimnis langsam auf die Schliche…
Buchkritik von Kathrin Lang
Rund sechs Jahre ist es nun her, dass Cecelia Ahern mit „P.S. Ich liebe dich“ zur gefeierten Bestsellerautorin wurde. Mit ihren Zeilen hat sie abertausende von Herzen rund um den Globus nicht nur berührt und entzückt, sondern auch begeistert. Heute, sechs Jahre und sechs Romane später, ist von dem einstigen Zauber nicht mehr viel übrig geblieben. Mit „Ich schreib dir morgen wieder“ liefert die irische Erfolgsautorin einen mehr als schwachen Roman ab. Durch den offensichtlichen Druck, jährlich ein neues Buch auf den Markt zu bringen, ist der Einfallsreichtum und die Liebe zum Detail 2010 endgültig verloren gegangen. Konnte Ahern mit ihren letzten Romanen die Balance gerade so noch halten, verliert sie mit „Ich schreib dir morgen wieder“ endgültig das Gleichgewicht und erleidet eine harte Bruchlandung. Ihrer neuen Geschichte mangelt es an Ideen und vor allem an einer liebevollen Ausarbeitung. Während eine hohle Phrase die nächste jagt, verharrt die Handlung in einem ereignislosen Stillstand. Anstatt die Spannung im jetzigen Moment zu schüren, den Figuren ein Profil zu geben oder mit der Grundidee des Romans – das zukunftvorhersagende Tagebuch - zu spielen, ist jedes Kapitel von Anbeginn auf den großen Showdown ausgerichtet. Leider lüftet der aufmerksame Leser Aherns großes Geheimnis schon viel zu früh, wodurch auch die Krimi-Elemente, die gegen Ende immer stärker ausgebaut werden, nur als netter Versuch gedeutet, aber nur wenig ernst genommen werden können.
„Ich schreib dir morgen wieder“ überzeugt weder durch sonderlich bezaubernde Gedankengänge, noch durch einen außerordentlich anziehenden Schreibstil. Da auch die Handlung nicht besonders viel hergibt, entpuppt sich Cecelia Aherns neustes Werk als großer Bluff: Was bleibt, ist ein Cover, das in seiner Aufmachung an alte Zeiten erinnert, jedoch weit davon entfernt ist, an alte Erfolge anzuknüpfen.
