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Nach dem Sommer
Shiver
|
Autor
Maggie Stiefvater
Genre Jugendbuch
Verlag script5 ISBN 978-3-8390-0108-0 Übersetzung Sandra Knuffinke, Jessika Komina Erscheinungsdatum (D) September 2010 Erschienen 2009 Seiten 424 |
Inhalt
Schon seit vielen Jahren bewundert Grace die Wölfe und wartet jeden Sommer sehnsüchtig darauf, dass sie im Winter wieder in den Wald zurückkehren. Speziell zu einem Wolf, mit durchdringenden goldenen Augen, pflegt sie eine ganz besondere Beziehung. Immer im Winter kommt er Grace am Waldrand besuchen und wacht leise über sie. Grace ahnt jedoch nicht, welch zerrissenes Leben ihr Wolf führt. Während er im Winter zusammen mit dem Rudel der beißenden Kälte und dem enormem Hunger trotzt, verwandelt er sich im Sommer in einen Menschen. Sam ist ein Werwolf – halb Mensch, halb Wolf. Während den Sommermonaten beobachtet er Grace heimlich, ohne sie jemals anzusprechen. Erst als die Beziehung zwischen den Menschen in der Stadt und den Wölfen im Wald aus dem Gleichgewicht gerät, lernen sich Grace und der menschliche Sam kennen. Sam hat sich jedoch zu viel Zeit gelassen, um sich Grace zu offenbaren: Dieser Sommer wird Sams letzter Sommer als Mensch sein...
Buchkritik von Kathrin Lang
Mit „Nach dem Sommer“ bringt uns die amerikanische Autorin Maggie Stiefvater den ersten Teil einer neuen Trilogie auf den Buchmarkt – und damit den Beginn einer großen Liebe, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Stiefvater erzählt mit „Nach dem Sommer“ keine gewöhnliche Liebesgeschichte, sondern wählt für ihre Trilogie zwei ganz besondere Protagonisten aus, die eine ganz besondere Beziehung zueinander eingehen. Während Grace ein weitgehend normales Mädchen ist, kann dies von ihrem Herzbuben Sam nicht gerade behauptet werden. Sam ist ein Werwolf: im Sommer Mensch, im Winter Wolf. Vor allem dieses schwere Schicksal einer jungen Liebe verleiht dem Jugendbuch „Nach dem Sommer“ seinen Reiz. Noch bevor Grace ihren Sam in menschlicher Form kennenlernt, hat sie sich bereits in ihn als Wolf verliebt. Stiefvater gelingt es, vor allem zu Beginn ihrer Geschichte, dieser außergewöhnlichen Bindung gefühlvoll Leben einzuhauchen und damit besondere Gefühle zu entfachen, die ihren Ursprung irgendwo zwischen menschlicher Lebenswelt und Natur haben.
Obwohl Maggie Stiefvaters Grundidee auf dem derzeitigen Jugendbuchmarkt eine nicht unbedingt einzigartig Stellung einnimmt, so findet die Autorin neben Meyers „Bis(s)“-Reihe und Konsorten doch eine ganz eigene Nische, um ihre Geschichte zu erzählen. Dennoch verspielt sie mit ihrem Trilogieauftakt viel Potential. Während Stiefvater mit ihren Zeilen zu Beginn große und vor allem außergewöhnliche Gefühle entfacht, verkommt „Nach dem Sommer“ im Mittelteil zu einer nur wenig packenden Geschichte, in der sich der nun menschliche Sam und Grace langsam annähern. Dem alltägliche Leben der beiden wird lediglich durch die stetig fallende Temperatur und der damit einhergehenden Gefahr - einer Verwandlung von Sam zum Werwolf - Spannung verliehen. Stiefvater geht zu zaghaft an die Gefühle ihrer Protagonisten heran und erweckt damit immer wieder den unangenehmen Eindruck von Stillstand im Erzählfluss. Erst gegen Schluss nimmt Stiefvater wieder an Fahrt auf und bringt „Nach dem Sommer“ zu einem spannenden Ende, das schließlich doch Neugier auf den weiteren Verlauf der Geschichte aufkommen lässt. Etwas zielstrebiger und weniger zaghaft im Umgang mit dem Fortlauf der Geschichte, dürfte aus dem zweiten Teil ein ganz besonderes Buch werden. Das ganz besondere Potential ist auf jeden Fall vorhanden – es muss nur weniger befangen ausgespielt und in Szene gesetzt werden.
Wissenswertes
Diese Reihe umfasst folgende Teile:
Nach dem Sommer
Ruht das Licht
Interview mit Maggie Stiefvater zu "Nach dem Sommer".
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
Kristina schreibt am 21.09.10, 15:39
Liebe - so vergänglich wie ein Sommer?
Nachdem die perfektionistische Grace als kleines Kind von einem Rudel Wölfe verschleppt und angegriffen wurde, ist sie fasziniert von den leisen scheuen Tieren aus dem Wald hinter ihrem Elternhaus. Winter für Winter beobachtet sie die Tiere und besonders ihren Liebling, ein brauner Wolf mit goldenen Augen, der sich damals schützend über sie gestellt hat. Alles ändert sich als Grace das sonderbar goldene Leuchten im Gesicht eines Jungen entdeckt, der verletzt auf ihrer Veranda liegt. Doch was haben ihr Wolf und der geheimnisvolle Junge noch gemeinsam außer der ungewöhnlichen Augenfarbe?
Spannend, geheimnisvoll und in einem tollen Schreibstil, erzählt uns Maggie Stiefvater eine ganz besondere Liebesgeschichte.
Die wechselnde Erzählperspektive macht die Handlung interessanter und gibt dem Leser das Gefühl alles und gleichzeitig wieder nichts zu wissen.
Ein furioser Auftakt einer neuen Trilogie im beliebten Genre Dark Romance, dass man nur schwer aus der Hand legen kann.
Celina schreibt am 02.01.11, 17:11
Ich liebe dieses Buch. Ich liebe es, weil Maggie Stiefvater einen in die Welt von Grace und Sam bringt. Man fühlt mit den beiden Liebenden mit und ich konnte nicht aufhören das Buch zu lesen und freue mich auf die nächsten Teile.
