Schwarze Lügen, rotes Blut

Svarta lögner, rött blod

Schwarze Lügen, rotes Blut

Autor Kjell Eriksson Genre Krimi
Verlag dtv
ISBN 978-3-423-21253-3
Übersetzung Gisela Kosubek Erscheinungsdatum (D) 01.12.10   
Erschienen 2008  Seiten 414

Inhalt

Die frisch verliebte Kommissarin Ann Lindell schwebt auf rosa Wolken. All ihre Gedanken drehen sich nur noch um den Journalisten Anders Brant, mit dem sie seit einiger Zeit liiert ist. Just an dem Tag, an dem Anders sich auf eine dienstliche Auslandsreise begibt, wird der Obdachlose Bosse Gränsberg erschlagen aufgefunden. Ann ist geschockt als sie erfährt, dass der Tote Anders’ Telefonnummer bei sich hatte. All ihre Versuche, daraufhin Kontakt mit ihrem Geliebten aufzunehmen, schlagen fehl. Ann kann keinen klaren Gedanken mehr fassen - kann es wirklich sein, dass Anders ein falsches Spiel spielt? Es gibt niemanden, dem sie sich anvertrauen kann, ihre Chance, den Kollegen zu gestehen, dass sie in einer Liebesbeziehung zum Hauptmordverdächtigen steht, hat sie längst ungenutzt verstreichen lassen.

Als innerhalb kürzester Zeit zwei weitere Mordopfer gefunden werden, die beide in Verbindung mit Bosse Gränsberg standen, macht das die Ermittlungsarbeit des Morddezernats nicht gerade leichter. Zudem ist Ann Lindell immer noch mit einem Vermisstenfall beschäftigt, in dem sie einfach nicht weiterkommt…

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Ann Lindell im Liebestaumel – das ist das Hauptthema von „Schwarze Lügen, rotes Blut“. So sehr die sympathische Kommissarin ihren Lesern mittlerweile ans Herz gewachsen ist, so überflüssig erscheinen doch ihre diversen erotischen Eskapaden mit dem neuen Mann in ihrem Leben. Die Schilderungen ihrer sexuellen Erlebnisse mit Anders Brant sind hin und wieder etwas grenzwertig und haben in einem Kriminalroman nur bedingt etwas zu suchen. Darüber hinaus bangt der geneigte Leser wieder mit Ann Lindell, die beinahe schon so etwas wie eine gute alte Bekannte ist. Hat sie nun doch offensichtlich einen Mann gefunden, mit dem sie ihr Leben teilen könnte, entpuppt sich der unglücklicherweise als Mordverdächtiger in einem ihrer Fälle. Diese Frau scheint einfach kein Glück in der Liebe zu haben!

Die beiden Fälle, in denen das Morddezernat von Uppsala ermittelt, sind nicht unbedingt spektakulär, zeichnen sich aber dennoch durch einen soliden Aufbau und einen kontinuierlichen Spannungsbogen aus. Auch wenn dieser Krimi nur äußerst selten mit Überraschungen aufwarten kann, fühlt man sich am Ende von des Rätsels Lösung doch einigermaßen befriedigt. „Schwarze Lügen, rotes Blut“ ist ganz sicher nicht Ann Lindells stärkster, dafür aber mit Abstand emotionalster Fall.

Wissenswertes

Ann Lindell ermittelt in folgenden Fällen:

Nachtschwalbe
Der Tote im Schnee
Das Steinbett
Die grausamen Sterne der Nacht
Rot wie Schnee
Schwarze Lügen, rotes Blut
Offenes Grab

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Kommentare


Kommentare

Darling schreibt am 08.01.11, 21:39
Ja da sieht man mal wieder, ein Leser der bisher nur schnöde Trivialliteratur gelesen hat kommt nicht mit dem anspruchsvolen Stil der Skandinavier zurecht. Skandinavier sind die besten Krimischreiber.
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