Die Präsidentin

Presidentens valg

Die Präsidentin

Autor Anne Holt Genre Krimi
Verlag Piper
ISBN 978-3-492-25256-0
Übersetzung Gabriele Haefs Erscheinungsdatum (D) 2007   
Erschienen 2006  Seiten 392

Inhalt

Die amerikanische Präsidentin Helen Lahrdal Bentley macht ihren ersten Staatsbesuch in Norwegen, dem Land, aus dem ihre Vorfahren stammen. Als sie am Morgen des 17. Mai, des norwegischen Nationalfeiertags, zum Empfang abgeholt werden soll, ist ihre Hotelsuite leer. Die Überwachungskameras beweisen ganz eindeutig, dass niemand die Räume betreten oder verlassen hat – wo also ist Madam President abgeblieben? Die Aufregung unter den norwegischen und amerikanischen Sicherheitsbehörden ist gelinde gesagt groß. Yngvar Stubo wird mit diesem hochbrisanten Fall betraut, der ihn und seine Leute sehr schnell an ihre Grenzen bringt. Von amerikanischer Seite wird Yngvar vom Sicherheitsexperten Warren Scifford unterstützt – dem ehemaligen Liebhaber von Yngvars Frau Inger Johanne.

Bald schon wird deutlich, dass irgendjemand in diesem mysteriösen Entführungsfall ein doppeltes Spiel treibt, denn dass ein amerikanischer Agent des Secret Service tot aufgefunden wird, erfährt die norwegische Polizei nicht etwa von den Amerikanern. Auch die Rolle der amerikanischen Präsidentin in dieser Geschichte ist nicht ganz klar. Ohne dass sie es will, wird Yngvars ehemalige Kollegin Hanne Wilhelmsen in den Fall hineingezogen – und leistet den Ermittlern unerwartete Schützenhilfe…

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs Allein schon der Gedanke, dass die wichtigste Person der USA, die amerikanische Präsidentin, in einem kleinen Land wie Norwegen entführt werden könnte, wird bei manchem Leser ungläubiges Kopfschütteln hervorrufen. Doch auch wenn diese Idee nicht ganz realistisch anmutet, ist die Geschichte, die die norwegische Autorin Anne Holt daraus entsponnen hat, doch durch und durch brisant. Hier verbinden sich Themen wie der 11. September, Al Qaida und extremistische Terroranschläge mit dem Besuch der neu gewählten amerikanischen Präsidentin in Norwegen. Viele verschiedene Handlungsstränge hängen zunächst einmal lose herunter, verweben sich aber allmählich immer dichter miteinander, bis der Leser anfängt, seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

Gekonnt verbindet Anne Holt politische Motive mit der Routine der Polizeiarbeit und erschafft damit einen hochbrisanten Krimi. Besonders reizvoll ist hierbei die Zusammenarbeit der beiden Ermittler Yngvar Stubo und Hanne Wilhelmsen, die zwar im selben Fall ermitteln, dabei aber nie wirklich aufeinander treffen. Mit „Die Präsidentin“ beweist Anne Holt einmal mehr ihr psychologisches Gespür und ihre Fähigkeit, Charaktere und Schauplätze messerscharf zu zeichnen. Ein hochaktuelles Thema wird hier auf brillante Art und Weise behandelt.

Wissenswertes

Kommissar Yngvar Stubo und Inger Johanne Vik ermitteln in folgenden Fällen:

In kalter Absicht
Was niemals geschah
Die Präsidentin
Gotteszahl

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