Never tell a lie - Lügen können töten

Never tell a lie

Never tell a lie - Lügen können töten

Autor Hallie Ephron Genre Thriller
Verlag Diana Verlag
ISBN 978-3-453-35456-2
Übersetzung Sigrid Langhaeuser Erscheinungsdatum (D) Juli 2010   
Erschienen 2009  Seiten 350

Inhalt

Endlich scheint sich für Ivy Rose und ihren Mann David alles zum Guten zu wenden: Nach mehreren missglückten Versuchen ist Ivy schwanger und es sieht ganz danach aus, als würde sie bald ein gesundes Mädchen zur Welt bringen. In dem alten, gemütlichen Haus, das sich die beiden zusammen gekauft haben, ist alles bereit für das Baby, das bald kommen wird, und um sich endgültig vom alten Gerümpel des Vorbesitzers zu trennen, veranstalten Ivy und David im Vorgarten einen kleinen Flohmarkt. Dort taucht unvermutet eine alte Schulkameradin der beiden auf, die sich, nachdem sie etwas gekauft hat, von David durch das alte Haus führen lässt. Noch ahnen David und Ivy nicht, dass sich durch Melindas Auftauchen ihr gesamtes Leben verändern wird – denn kurz darauf ist Melinda spurlos verschwunden und David wird zum Hauptverdächtigen in diesem mysteriösen Fall. Denn nachdem Melinda mit David im Haus verschwand, wurde sie von niemandem mehr lebend gesehen, es gibt niemandem, der bezeugen könnte, dass sie das Haus der Roses je wieder verlassen hat.

Ivy ist fest von Davids Unschuld überzeugt, doch allmählich beginnt der sich in einem Netz aus Lügen zu verstricken. Für die Polizei scheint der Fall klar zu sein, sie sucht nur noch nach entsprechenden Indizien, um David des Mordes zu überführen. Im Hause der Roses hingegen, in dem die hochschwangere Ivy nun ganz allein ist, häufen sich seltsame und mysteriöse Vorkommnisse, die sie um ihr Leben und das des Babys bangen lassen.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs „Never tell a lie“ ist ein hoch spannender und mysteriöser Thriller, der den Leser von der ersten Minute an fesselt. Autorin Hallie Ephron erzählt in ihrem Debütroman eine raffiniert konstruierte Schauergeschichte, die das Blut in den Adern gefrieren lässt und bei der einfach alles stimmt: Die gruselig-schaurige Atmosphäre eines alten Hauses mit dunkler Vorgeschichte, eine mysteriöse Fremde, die scheinbar spurlos verschwindet, undurchsichtige Charaktere und eine offensichtlich hilflose Hauptfigur, die in großer Gefahr schwebt. Ein dunkles Geheimnis ist latent spürbar und beschäftigt den Leser ununterbrochen. Hallie Ephron weiß offensichtlich, was sie tut: Es gelingt ihr immer wieder, den Leser aufs Glatteis zu führen und gleichzeitig Hinweise zu streuen, die allmählich ein Lösungsmuster erkennen lassen. Doch auch wenn sich irgendwann ziemlich deutlich herauskristallisiert, welch perfides Spiel hier gespielt wird, tut das der Spannung kaum Abbruch.

Sprachlich bewegt sich die Autorin in ihrem Debütroman auf einem guten Niveau und auch die Figurenzeichnung ist ihr durch und durch gelungen. Eine gut ausgedachte Geschichte wird zu einem schlüssigen und überzeugenden Ende gebracht, das kaum noch Fragen offen lässt. „Never tell a lie“ ist ein Psychothriller mit Sogwirkung, hier werden dem Leser Nervenkitzel und Hochspannung geboten und ab und an darf er dabei auch einen Blick in die finstersten Abgründe der menschlichen Psyche riskieren.

Wissenswertes

„Never tell a lie – Lügen können töten“ ist Hallie Ephrons Debütroman. Sie stammt aus einer Familie erfolgreicher Schriftsteller, ihre Schwester Nora Ephron hat die Drehbücher zu „Harry und Sally“, „Schlaflos in Seattle“ und „E-Mail für dich“ geschrieben.

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