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Kommende Buchkritiken
Der Ruf der Finsternis
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Autor
Marcus Reichard
Genre Fantasy
Verlag Hoffmann und Campe ISBN 978-3455402599 Erscheinungsdatum (D) 12.01.11 Seiten 608 |
Inhalt
Das Inselreich Algarad steht vor dem endgültigen Untergang. Doch noch ist nicht alle Hoffnung verloren. Tenan und seine Gefährten haben nach dem Verlust des magischen Kristalls – des Siegels der Finsternis – die Hauptstadt Meledin erreicht. Doch es ist ihnen nur eine kurze Verschnaufpause vergönnt. Der Orden der Dan-Ritter rüstet zur Schlacht gegen den dunklen Todesfürsten Achest. Zunächst soll Tenans Heimatinsel Gondun befreit werden. Unter der Führung des Dan-Hauptmannes Dualar und des Erzmagiers Ameroth wird der junge Adept in die geheimen magischen Verteidigungstechniken des Ordens eingeweiht und kommt dabei auch dem Geheimnis seiner Herkunft näher. Noch denken die Dan-Ritter, Achest besiegen zu können, doch sie ahnen nichts von dem ganzen Ausmaß seiner teuflischen Pläne. Während sein treuer Diener Bash-Arak in den Grauen Sphären seine Kräfte erneuert und die Rückkehr der Schattenwesen in die Welt vorantreibt, ist der Gredow-Admiral Drynn Dur kurz vor der Vernichtung des geheimen Zentrums des Dan-Ordens. Algarad wird mit blutigem Krieg überzogen und will Tenan seine Welt noch retten, muss er ungewöhnliche Wegen gehen. Er sucht neue Verbündete in den Grauen Sphären…
Buchkritik von Melanie Frommholz
Mit „Der Ruf der Finsternis“ erzählt Marcus Reichard die Geschichte von Tenan und seinem magischen Erbe weiter. Was sich auf dem Reißbrett in seinen Anlagen und Ideen als abwechslungsreiche und spannende Fortführung präsentiert, enttäuscht leider in der Umsetzung. Der zweite Band der geplanten Trilogie kann leider weder sprachlich überzeugen noch mit charismatischen Figuren punkten. Reichard neigt dazu, dem Leser immer und immer wieder Dinge zu erklären, die der bereits weiß. Man vermisst eine gewisse Selbstverständlichkeit in der Art wie er die Handlung voran bringt und empfindet so manchen Nebensatz als unnötige „Füllung“. Anstatt auf einen soliden Spannungsbogen zu bauen und diesen atmosphärisch dicht und mit der nötigen Erzähltiefe zu gestalten, gliedert Reichard die Handlung in unzählige Erzählstränge auf und hastet von Ereignis zu Ereignis. Die Figuren, allen voran Hauptcharakter Tenan, bleiben weiterhin blass, agieren jederzeit offensichtlich und wie zu erwarten war und haben wenig Zeit, Tiefe zu entwickeln. Man vermisst an ihnen eine Ausstrahlung, die sie zu jemand macht, über den man mehr erfahren will. Zu schnell fügen sie sich in ihr Schicksal, bleiben in Klischees verhaftet und überzeugen auch nicht in ihren Dialogen.
„Der Ruf der Finsternis“ zeichnet sich wie schon „Das Siegel der Finsternis“ durch gute Ideen aus. Leider gelingt es Marcus Reichard jedoch nicht, sein Gerüst zu einer kraftvollen Erzählung zu machen, die man nicht mehr aus der Hand legen kann. Schon nachdem man die letzte Seite gelesen hat, hat man Tenan und das Inselreich Algarad wieder vergessen.
Wissenswertes
Der "Finsternis"-Zyklus" umfasst folgende Bände:
Band 1:
Das Siegel der Finsternis
Band 2:
Der Ruf der Finsternis
