Drachenschwester - Thubans Vermächtnis

La Ragazza Drago # 1 - L'eredità di Thuban

Drachenschwester - Thubans Vermächtnis

Autor Licia Troisi Genre Jugendbuch
Verlag cbj
ISBN 978-3-570-13970-7
Übersetzung Bruno Genzler Erscheinungsdatum (D) September 2010   
Erschienen 2008  Seiten 320

Inhalt

Sofia ist 13 Jahre alt und bereits von Selbstzweifeln zerfressen. Sie lebt in einem Waisenhaus, aus dem sie niemand rettete. Ein Kind nach dem anderen hat eine neue Familie gefunden nur sie, Sofia, blieb übrig. Dabei ist sie der Schlüssel, um die Welt, wie wir sie kennen, zu erhalten.
Eines Tages klopft Professor Schlafen an die Tore des Waisenhauses, um Sofia kennenzulernen und um sie zu adoptieren. Sie kann ihr Glück kaum fassen. Scheint der ersehnte Tag, diese dunklen Mauern verlassen zu dürfen, endlich gekommen?
Der Professor entpuppt sich nicht nur als äußerst fürsorglicher Vaterersatz, sondern als Hüter einer Legende, die bereits über dreißigtausend Jahre währt. Damals lebten mächtige Drachen auf der Erde, die herrschten und Frieden in die Welt aussandten. Als der letzte Drache gegen die Lindwürmer fiel, schaffte er es noch, den mächtigen Feind unter die Erde zu verbannen und ihn mit einem Siegel an der Wiederkehr zu hindern. Doch dieses Siegel wird nun schwächer. Sollte es brechen, ist die Welt verloren.
Sofia trägt das Erbe Thubans in sich, des mächtigsten aller Drachen. Wenn der Drache in ihr erwacht, ist eine neue Heldin geboren. Doch Sofia zweifelt an sich und ihren erwachenden Fähigkeiten und stürzt sich und ihre neuen Freunde in große Gefahren…

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 3 von 5 Bs Die italienische Erfolgsfantasyautorin Licia Troisi dürfte mittlerweile jedem Genre-Fan zumindest ein Begriff sein. Mit der Trilogie um „Die Drachenkämpferin“ begeisterte sie mit erzählerischem Talent, Spannung und großartigen Figuren, die vor dem geistigen Auge des Lesers eindrucksvoll zum Leben erwachten. Mit „Die Schattenkämpferin“ und „Die Feuerkämpferin“ wurde es zwar nicht kreativer, aber auch nicht sonderlich erfolgloser. Mit „Drachenschwester – Thubans Vermächtnis“ steigt Troisi 2010 nun ins Jugendbuchgeschäft ein.
Es dauert an die siebzig Seiten, bis man in die Geschichte gefunden hat. Die Waisenhaus-Passagen strengen eher an, als dass sie begeistern und auch die Erzählstränge, die die dunklen Figuren beleuchten sollen, wirken schwerfällig, obwohl Ratatoskr und Nidafjoll als durchaus eindrucksvoll zu beschreiben sind. Sofia, die Heldin der Geschichte, ist jedoch eine gänzlich neue Figur im Licia-Troisi-Universum. Von Selbstzweifeln zerfressen, traut sich dieses Mädchen überhaupt nichts zu. Zu Anfang mag das noch funktionieren, spätestens aber, wenn sie in der x-ten brenzlichen Situation versagt, liegen die Nerven des Lesers blank. Sofia strengt an und macht auch gegen Ende nicht mehr Lust auf mehr. Da bleibt es nur zu hoffen, dass Troisi ihre Hauptfigur im nächsten Band nicht mehr ganz so weinerlich zeichnet, schließlich können auch im Jugendbuchbereich Geduldsfäden reißen.
Obwohl die Idee der Geschichte durchaus kreativ geraten ist und Licia Troisi so manch originellen Einfall in ihre Handlung einzuweben vermochte, ist aus „Drachenschwester – Thubans Vermächtnis“ unterm Strich ein durchschnittliches Fantasyabenteuer geworden, das in den Folgebänden hoffentlich noch stärker wird.

Wissenswertes

Diese Buchreihe umfasst folgende Bände:
Band 1:
Drachenschwester - Thubans Vermächtnis
Band 2:
Drachenschwester - Eltanins Verrat

Besucherbewertung

4.3 / 5  (9 votes)

Kommentare


Kommentare

ThAi_G schreibt am 26.10.11, 00:29
Ich finde das Licia Troisi wieder mal ein spitzen Buch herausgebracht hat. Ja okay, der Waisenhausteil könnte ein wenig kürzer sein und Sofia könnte ein wenig schneller besser werden aber das Buch ist trozdem gelungen.
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