Marie Curie - Die erste Frau der Wissenschaft

Great Discoveries – Obsessive Genius

Marie Curie - Die erste Frau der Wissenschaft

Autor Barbara Goldsmith Genre Biographie
Verlag Piper
ISBN 978-3-492-05078-4
Übersetzung Sonja Hauser Erscheinungsdatum (D) August 2010   
Erschienen 2005  Seiten 256

Inhalt

Marie Curie (1867-1934) ist eine der bedeutendsten und wichtigsten Persönlichkeiten der Wissenschaftsgeschichte. Für ihre für damalige Zeiten revolutionären und wegweisenden Untersuchungen zur Radioaktivität erhielt sie zusammen mit ihrem Mann Pierre Curie im Jahr 1903 den Nobelpreis für Physik. Sie war damit die erste Frau überhaupt, die mit dem Nobelpreis geehrt wurde. Marie Curie wurde 1908 als erste Professorin an die Pariser Sorbonne berufen, erhielt 1911 den Nobelpreis für Chemie und revolutionierte in jeglicher Hinsicht die Welt der Wissenschaft, die bis dahin eine Männerdomäne war.

Marie Curie führte ein Leben, das sich kaum mit den gesellschaftlichen Vorstellungen des beginnenden 20. Jahrhunderts vereinbaren ließ. Eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Frau, die gegen sämtliche moralischen und gesellschaftlichen Widerstände ankämpfte und die ihr Leben dem Dienste der Forschung und Wissenschaft widmete und letztendlich opferte.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Barbara Goldsmith zeichnet in „Marie Curie – Die erste Frau der Wissenschaft“ ein außergewöhnliches und faszinierendes Porträt einer starken und zu allem entschlossenen Frau. Auf der Grundlage von Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Notizen entsteht das Bild einer begnadeten Wissenschaftlerin, das sich aber fernab von jeglichem Heldenmythos bewegt. Der Leser lernt hier eine junge, hochintelligente Frau kennen, die nie den frühen Tod von Mutter und Schwester verwunden hat. Eine Frau, die für die Wissenschaft ihr Heimatland Polen verließ, um in Frankreich ihren Weg zu machen. Goldsmith bemüht sich erfolgreich darum, die vielen Facetten dieser begnadeten Wissenschaftlerin aufzuzeigen, ihre Schwermut, die bedingungslose Liebe zu ihrem Mann Pierre und den absoluten Zusammenbruch nach dessen plötzlichem Tod.

Neben den vielen fundierten wissenschaftlichen Erläuterungen, die der Leser hier geboten bekommt, darf er aber auch einen Blick hinter die Fassaden werfen, sieht die Schattenseiten des großen Ruhmes der Curies. Der sorglose Umgang des Ehepaars mit radioaktiver Strahlung, die Vernachlässigung des Familienlebens und die erbitterten Machtkämpfe, die unter dem Deckmantel des Fortschritts ausgefochten wurden, lassen einen Blick hinter den Mythos „Madame Curie“ zu. Dabei berührt die Lebensgeschichte der Marie Curie aber von Anfang bis Ende und bietet ein differenziertes und durchaus sachliches Bild der berühmten Wissenschaftlerin.

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