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Kommende Buchkritiken
Die geheime Sammlung
The Grimm Legacy
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Autor
Polly Shulman
Genre Roman
Verlag Pan ISBN 978-3-426-28331-8 Übersetzung Momo Evers, Falk Behr Erscheinungsdatum (D) Mai 2010 Erschienen 2010 Seiten 352 |
Inhalt
Elizabeth ist seit vier Monaten an der neuen Schule und gilt noch immer als Außenseiterin. Ohne Freunde kommt es ihr gerade recht, dass ihr Geschichtslehrer Mr. Mauskopf Elizabeth einen Job verschafft, bei dem sie Freundschaften schließen kann – umso mehr, als auch Marc, der attraktivste Junge der Schule und begnadeter Basketballspieler, dort angestellt ist. Doch die Arbeit im „Repositorium der verleihbaren Schätze“ ist kein gewöhnlicher Aushilfsjob. Hier werden Gegenstände verliehen, wie sie für Elizabeth faszinierender nicht sein könnten: Perücken, Kleider, Teppiche und vieles mehr. Und bald stößt das Mädchen auf einen noch viel interessanteren Bereich des Repositoriums - das Grimm-Sammelsurium. Hier werden Schätze mit ungewöhnlichen Kräften gelagert, die allesamt aus Märchen stammen – und ausgerechnet diese mächtige Sammlung scheint von dubiosen Machenschaften umgeben zu sein...
Buchkritik von Karolin Kullmann
Polly Shulman hat mit „Die geheime Sammlung“ einen Roman geschaffen, der vor allem junge Leser ansprechen soll und das Reich der Märchen wieder zum Leben erweckt.
Die Autorin verbindet rigorose Abenteuer mit einer mädchenhaften Liebesgeschichte und Zauberei, bleibt dabei aber eher nichts sagend und fade. Obwohl die magischen Schätze und die Adaption alter, bekannter Märchen ins 21. Jahrhundert durchaus Freude bereiten, kann Polly Shulman keine knisternde Spannung aufbauen. Die ungewöhnlichen Gegenstände wie Siebenmeilenstiefel, fliegende Teppiche oder goldene Schlüssel wecken zwar die Neugier des Lesers, bleiben aber die gesamte Geschichte über das einzig Faszinierende. Hinzu kommen eine Verbrechersuche und eine Verfolgungsjagd, die man als Leser nicht richtig ernst nehmen kann und unangenehme Teenager-Situationen, in denen hauptsächlich peinlich berührtes Schweigen und böse Worte ausgetauscht werden. Dass Jugendliche solch eine Geschichte durchaus lesenswert finden, leuchtet ein. Dennoch sind diese Sticheleien auf Dauer ermüdend und die eigentliche Handlung kommt zu kurz.
Letztendlich ist es der Autorin nicht gelungen, ihrem Roman eine klare Linie zu geben. Die Geschichte ist magisch, aber nicht mitreißend und wird von vielen störenden Effekten überlagert, so dass am Ende ein enttäuschter Leser zurückbleibt.

