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Kommende Buchkritiken
Monsterkontrolle
Monster
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Autor
A. Lee Martinez
Genre Fantasy
Verlag Piper ISBN 978-3-492-26702-1 Übersetzung Karen Gerwig Erscheinungsdatum (D) Mai 2010 Erschienen 2009 Seiten 384 |
Inhalt
Judy staunt nicht schlecht, als bei ihrer Nachtschicht im Supermarkt plötzlich drei Yetis auftauchen und das Kühllager räubern. Kurzerhand ruft sie die Tierrettung und es kommt ein blauer Typ, der sich „Monster“ nennt und einen Papiergnom als Assistenten hat. Was Judy nicht weiß, am nächsten Morgen wird sie die ganze Episode bereits vergessen haben. Das menschliche Gehirn ist nämlich nur unter bestimmten Bedingungen in der Lage Magie zu erkennen und auch zu akzeptieren. Üblicherweise werden magische Zwischenfälle einfach ignoriert und vergessen. Monster hingegen behält Judy in guter Erinnerung und als er am nächsten Tag in ihr Appartement gerufen wird, schwant ihm, dass mit dieser Frau etwas nicht stimmen kann. In ihrem Schrank hat sich nämlich eine ganze Horde von Trollen eingenistet. Dass ein Mensch gleich zweimal hintereinander Opfer einer solchen Attacke von magischen Wesen wird, ist dann doch ungewöhnlich. Und tatsächlich hat Judy im Kampf um die Ordnung des Universums eine ganz bestimmte Rolle zu spielen, von der sie aber nicht die Bohne ahnt. Monster und sie kämpfen sich durch so manches unerfreuliche Ereignis, bis sie der geheimnisvollen Mrs. Lotus auf die Spur kommen, die die Menschen am liebsten alle als Katzen sähe und kurz davor ist, das Universum zu verändern.
Buchkritik von Melanie Frommholz
Yetis, die Supermärkte leer fressen, Trolle, die sich mit Geleebonbons fangen lassen, Teufelspuppen mit denen man telefonieren kann, Feuer speiende Katzen und dämonische Freundinnen sind nur einige der Wesen, mit denen das Universum des A. Lee Martinez bevölkert und das doch eigentlich unsere ganz normal Welt ist. Doch wir magisch Unkundigen leben ja sowieso hinter dem Schleier, der uns nichts verstehen lässt. Der aberwitzige Roman des amerikanischen Autors ist durch und durch trashig und wird insbesondere jene begeistern, die Bernhard Hennens „Nebenan“ oder die Romane von Douglas Adams mögen. In rasantem Tempo und mit witzigen, nicht immer ganz jugendfreien Dialogen gespickt, lässt Martinez seine unfreiwilligen Helden Judy und Monster die Welt retten. Das hat nicht wirklich Tiefgang und fällt mit Sicherheit auch nicht in die Rubrik „Literatur mit nachhaltiger Botschaft“, aber das Lesen macht fast durchweg Spaß und so eignet sich das Buch perfekt als leichte Sommerlektüre.
