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Silberlicht
A Certain Slant of Light
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Autor
Laura Whitcomb
Genre Roman
Verlag Pan ISBN 978-3-426-28328-8 Übersetzung Sabine Thiele Erscheinungsdatum (D) März 2010 Erschienen 2005 Seiten 320 |
Inhalt
Helen ist schon seit vielen Jahren Licht. Einst war sie eine Frau, doch nach ihrem Tod stieg sie nicht in den Himmel auf, sondern wurde zu einem Zwischenwesen, das nur mit Hilfe eines Bewahrers auf der Erde verweilen kann. Helen hatte bisher fünf Bewahrer – allesamt Schriftsteller, denen sie als stille Muse Ideen einflüsterte und in ihren kreativen Stunden zur Seite stand.
Für alle Menschen unsichtbar und unberührbar, folgt sie ihrem derzeitigen Bewahrer Mr. Brown durchs Leben – zur Arbeit in die Schule, nach Hause zu seiner Frau und an jeden anderen Ort. Doch als Helen sich wieder einmal in Mr. Browns Unterricht befindet und die gelangweilten Schüler betrachtet, wird sie plötzlich angesehen. Ein siebzehnjähriger Teenager schaut sie direkt an, denn auch in seinem Körper befindet sich eine auf Erden wandelnde Gestalt – James. Sofort wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind, doch als Licht kann Helen keinen Menschen berühren. Nun beginnt eine mühevolle Suche, denn um James nahe sein zu können, muss auch Helen eine menschliche Hülle finden.
Buchkritik von Karolin Kullmann
Laura Whitcomb veröffentlichte mit „Silberlicht“ ihren Debütroman und landete damit auf Anhieb einen großen Erfolg. Gleich fünf Literaturpreise erhielt sie für dieses Werk, das - natürlich vor allem an weibliche Leser gerichtet - die Liebesgeschichte zwischen auf der Erde wandelnden Lichtgestalten erzählt.
Als „das neue Traumpaar der übersinnlichen Welt“ werden Helen und James auf der Buchrückseite bezeichnet und tatsächlich ist dies die Geschichte zweier Liebender, wie sie schöner nicht sein könnte. Was in anderen Romanen kitschig verklärt wirkt, ist hier echt und voller neugieriger Zärtlichkeiten, und auch die Leidenschaft für Literatur wird dem Leser sehr nahe gebracht. Doch die amerikanische Autorin hat weitaus mehr zu bieten als den schnöden Austausch von romantischen Worten. Für das Übersinnliche sorgen fantastische Elemente, die zusätzlich mit nahezu erschreckend realen aufgewertet werden. Ernst zu nehmende Familienprobleme des 21. Jahrhunderts stehen hier im Vordergrund – von Drogensucht, Gewalttätigkeit und dem Gefühl, allein gelassen zu werden bis hin zu bröckelnden Fassaden in Kleinstadt-Atmosphäre, hinter denen sich statt tiefer religiöser Hingabe Unehrlichkeit und Sittenlosigkeit verbergen. Laura Whitcomb zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die von Perfektionismus geprägt keinen Blick mehr für das Wesentliche besitzt, in der menschliche Körper dank Medikamenten und Drogen zu einer seelenlosen Hülle verkommen. Dass damit ein Stück harscher Gesellschaftskritik geübt wird, die viel Raum für eigene Gedanken lässt, macht diesen Roman zusätzlich interessant und spricht vor allem Teenager und Eltern an.
Mit „Silberlicht hat die Autorin also kein schlichtes Romantik-Abenteuer geschaffen, sondern ein tiefgründiges Werk über das moderne Leben und seine dunklen Facetten.
Wissenswertes
Für ihren Debütroman "Silberlicht" wurde die Autorin mit fünf Literaturpreisen ausgezeichnet.
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Kommentare
Kommentare
Gothic-Elfe schreibt am 14.02.11, 15:33
Zwar muss ich den oben genannten Vorzügen des Buches zustimmen, doch hat es mich nicht großartig beeindruckt. Der Schreibstil ist flach, fast schon charakterlos, was die gute Story jedoch nicht schmälert.
