Der gläserne Schrein

Der gläserne Schrein

Autor Petra Schier Genre Historischer Roman
Verlag rororo
ISBN 978-3-499-24861-0
Erscheinungsdatum (D) April 2010   Seiten 336

Inhalt

Aachen 1413: Die ganze Stadt ist in Aufruhr, denn am Todestag Karls des Großen soll die neue Chorhalle des Aachener Doms eingeweiht werden. Aber die Arbeiten verzögern sich immer weiter, die Fertigstellung scheint zum Scheitern verurteilt. Auf der Baustelle der Chorhalle ereignen sich rätselhafte Unfälle, die nicht allein durch den Zufall zu erklären sind. Menschen werden verletzt und kommen zu Tode.
Als der angesehene Goldschmied Bardolf Goldschläger dafür verantwortlich gemacht wird, beschließt seine Schwiegertochter Marysa, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei wird die Reliquienhändlerin von Bruder Christophorus – einem Dominikanermönch - unterstützt, doch bald schon geraten die beiden selbst ins Visier der skrupellosen Täter...

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 3 von 5 Bs „Der gläserne Schrein“ ist der zweite Teil von Petra Schiers aktueller Trilogie um die Reliquienhändlerin Marysa Markwart. Dargestellt wird ein Ausschnitt aus dem Leben der Protagonistin, die sich erneut auf Spurensuche begibt, um die vermeintlichen Unfälle auf der Dombaustelle aufzuklären. Wie im ersten Teil auch ist dieser historische Roman mit Krimielementen gekoppelt – und schafft es dennoch nicht, die Spannung des ersten Teils aufrecht zu erhalten.
Obwohl die Geschichte in einen gut recherchierten Hintergrund eingebettet ist, der vor allem den Reliquienhandel und den Bau der Chorhalle am Aachener Dom umfasst, wirkt der Roman nicht realitätsnah. Zu perfekt scheint dem Leser die Situation, in der Protagonistin Marysa lebt. Das Verhältnis zu ihren Eltern und Angestellten ist beinahe makellos, die sich anbahnende Liebesbeziehung sehr konstruiert. Auch der Krimi, der durchaus packend erzählt ist, offenbart viele vorhersehbare Elemente und Marysas Verwicklungen in diesen zweiten Fall von Verbrechen scheinen zu aufgesetzt. Hier kann man zwar mit der Hauptfigur ermitteln und Verdächtige genauer unter die Lupe nehmen, spielt Tatmotive und –hergang im Kopf durch - und dennoch ahnt man zu früh, welches Ende der Fall nehmen wird.

Petra Schier bietet dem Leser in ihrem neuesten Roman zwar eine durchaus abwechslungsreiche Lektüre mit gutem Unterhaltungswert, kann aber in Sachen Verbrechen und Liebesbeziehung nicht richtig überzeugen.

Wissenswertes

Die Trilogie um die Reliquienhändlerin Marysa umfasst folgende Bände:

Band 1:
Die Stadt der Heiligen
Band 2:
Der gläserne Schrein
Band 3:
Das silberne Zeichen

Interview mit Petra Schier zu "Der gläserne Schrein".

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