Der Feuerthron

Der Feuerthron

Autor Diana Wohlrath Genre Jugendbuch
Verlag dtv
ISBN 978-3-423-62445-9
Erscheinungsdatum (D) 2008   Seiten 544

Inhalt

Einst unterjochte der böse Schwarzmagier Wassuram das gesamte Archipel mit Hilfe des Feuerthrons. Doch vor seinem endgültigen Sieg konnte er mit der vereinten Kraft der Völker besiegt und der Feuerthron in seine Einzelteile zerlegt werden. Dachte man zumindest. Seither sind tausend Jahre vergangen. Als die Gurrländer beginnen, das Archipel erneut mit Krieg zu überziehen, denkt zunächst niemand daran, dass dahinter die verderbte Magie des Feuerthrons stecken könnte. Der neue Kaiser der Gurrländer hält sich verborgen und lässt seine Krieger Angst und Schrecken verbreiten. Insel um Insel fällt unter seine Herrschaft und die Einwohner werden zu willenlosen Sklaven. Als die Gurrländer mit ihren finsteren Galeeren kurz davor sind, auch Ilyndhir zu erobern machen sich Mera und ihr Freund Girdhan auf den Weg, eine Rettung für ihre Insel zu finden. Und auch für Meras Großmutter, die in einem geheimnisvollen weißen Nebel entführt wurde. Eine gefahrvolle Reise beginnt, die die Jugendlichen bis an die Grenzen der ihnen bekannten Welt führt und darüber hinaus…

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 3 von 5 Bs Hinter dem Autorenpseudonym Diana Wohlrath verbirgt sich laut Verlag ein bekanntes Autorenpaar, das mit „Der Feuerthron“ sein erstes Jungendbuch veröffentlicht hat. Der 544 Seiten starke Roman besticht auf den ersten Blick durch eine facettenreiche Welt, die mit ihrer Farbmythologie und dem magischen Kampf gegen das Böse eine spannende Geschichte verspricht. Stück für Stück öffnet sich der Archipel mit seinen Inseln, Farbgottheiten, magisch begabten Wesen und farbedingten Antipathien für den Leser. Zwar dauert es eine Weile, bis die Handlung in Fahrt kommt, doch ist die Flucht von Mera, Kip und Girdhan erst einmal im Gange, wird es spannend. Leider gelingt es Wohlrath jedoch trotz einer geschliffenen Sprache nicht, durchgängig mit der Geschichte zu begeistern. Dies liegt nicht etwa an einem zu lahmen Verlauf der Ereignisse. Im Gegenteil, es gibt für die Hauptfiguren eine Menge Abenteuer zu bestehen und auch viel über sich selbst und das Miteinander zu lernen. Jedoch bleiben die Figuren dabei trotz der alles beherrschenden Farbenlehre blass. Jeder ist eine bestimmte Rolle zugedacht, über die sie sich auch nicht hinausentwickelt. Keine Figur überrascht oder wächst einem wirklich ans Herz. Ihre Schicksale entwickeln sich im Verlauf der Geschichte allzu vorhersehbar. So verfolgt man ihren Kampf um die Heimat und gegen das schier übermächtig erscheinende Böse zwar interessiert und gespannt, aber fiebert nie wirklich mit.

Seht hinter eure Vorurteile, die ihr anderen Menschen gegenüber habt. Nur vereint kann man das Böse besiegen: „Der Feuerthron“ hat eine gute Botschaft, für die man sich jedoch charismatischere Botschafter gewünscht hätte.

Wissenswertes

Die Fortsetzung der Geschichte lest ihr in:

Merani und die Schlange unter dem Meer

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