Das Grüffelokind

Autor: Axel Scheffler / Julia Donaldson
Genre: Bilderbuch
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-79333-1
Erscheinungsdatum (D) 2004 Erschienen 2004
Seiten 32
Übersetzung Monika Osberghaus

Das Grüffelokind The Gruffalo’s Child

Inhalt

Der Grüffelo warnt sein Grüffelokind eines Tages davor, sich ins Dunkel zu wagen, wo die Bäume sind. Denn dort würde es die große, böse Maus holen. Nur zu gut erinnert sich der Grüffelo an seine eigene Begegnung mit der schrecklichen Maus, die schon viele Jahre her ist. Er beschreibt sie dem Grüffelokind als schrecklich stark und böse. Wenn sie ihren Schwanz schwinge, dann sei es aus, ihre Augen können wie Feuer blitzen und ihre Barthaare seien so lang, dass darauf Vögel sitzen können. Aus lauter Langeweile schleicht sich das neugierige Grüffelokind eines Nachts, als der Grüffelo tief schläft, in Schnee und Sturm hinaus in den dunklen Wald. Es möchte unbedingt die sagenhafte Maus finden. Bald schon stößt es auf eine Spur im Schnee, doch die gehört nur der Schlange und nicht der bösen Maus. Furchtlos wandert das Grüffelokind weiter und findet bald schon eine Klauenspur, die aber nur der Eule gehört. Die Pfotenspur, die sich kurz darauf im Schnee sehen lässt, gehört aber leider auch nicht der Furcht erregenden Maus, sondern nur dem Fuchs.
Ganz entmutigt setzt sich das Grüffelokind zum Ausruhen auf einen Baumstamm, überzeugt davon, dass alle nur gelogen haben und die böse Maus gar nicht existiere – als plötzlich ein kleines Tierchen aus seinem Haus kommt. Schon möchte der kleine Grüffelo die Maus verschmausen, als die ihn mit einer List mir nichts dir nichts austrickst…

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Auch die Fortsetzung von „Der Grüffelo“ von Axel Scheffler und Julia Donaldson fesselt Kinder im Vorschulalter wieder vom ersten Augenblick an. Großartig und liebevoll gezeichnete Figuren ziehen sofort die Aufmerksamkeit der kleinen Leser auf sich, denn den Grüffelo und sein Kind muss man einfach sofort gern haben. Viele kleine und witzige Details lassen sich auf jeder Doppelseite finden, wodurch Kinder in ihrer Beobachtungsgabe und Sprechfreudigkeit angeregt werden. Vor allem etwas ältere Kinder werden sich über Grüffelos todernst vorgebrachte Beschreibung der „schrecklichen Maus“ ausschütten vor Lachen. Dieses Bilderbuch strotzt nur so vor augenzwinkerndem Humor und bereitet vor allem deshalb Vorschulkindern solchen Spaß.
Doch auch die spannenden Elemente kommen bei „Das Grüffelokind“ keineswegs zu kurz. Der finstere, sturmgepeitschte Wald, die davon schlängelnde Schlange, die glühenden Augen der Eule und der gefährliche Fuchs tragen dazu bei, dass Kinder dieses Bilderbuch immer wieder fasziniert zur Hand nehmen werden. Doch vor allem dieses doch schon recht ausgeprägten Spannungsbogens wegen sollte man „Das Grüffelokind“ erst ab einem Alter von fünf oder sechs Jahren zeigen.
Die Botschaft dieses Bilderbuches überzeugt erneut nachhaltig, beweist die kleine Maus doch eindrücklich, dass man sich aus einer gefährlichen und ausweglos erscheinenden Situation nicht nur mit Muskelkraft, sondern durchaus mit Witz und List retten kann. Das Grüffelokind hingegen beweist großen Mut, indem es nicht einfach vorgefertigte Meinungsbilder annimmt, sondern sich vielmehr selbst von der Wahrheit überzeugen will. „Das Grüffelokind“ ist ein absolut empfehlenswertes Bilderbuch für ältere Vorschulkinder und wird auch von Erwachsenen wegen seiner Originalität und seines Charmes geliebt.

Dies ist die Fortsetzung des 1999 erschienen Bilderbuchs

Der Grüffelo

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