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Kommende Buchkritiken
Was niemals geschah
Det som aldri skjer
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Autor
Anne Holt
Genre Krimi
Verlag Piper ISBN 978-3-492-26291-0 Übersetzung Gabriele Haefs Erscheinungsdatum (D) 2005 Erschienen 2004 Seiten 384 |
Inhalt
Symbolträchtiger könnten Morde kaum sein: Eine beliebte Talkmasterin wird ermordet aufgefunden – ihre Zunge ist gespalten worden, ganz offensichtlich ein Hinweis darauf, dass Fiona Helle nicht davor zurückschreckte, mit Lügengeschichten ihr Geld zu verdienen. Eine aufstrebende Politikerin hängt gekreuzigt an ihrer Schlafzimmerwand, zwischen ihren Beinen eine Ausgabe des Korans. Hier handelt es sich eindeutig um sorgsam inszenierte Ritualmorde, die sich mit ihrer Botschaft direkt an Kommissar Yngvar Stubo und seine Frau, die Profilerin Inger Johanne Vik richten. Denn offensichtlich handelt es sich um eine Mordserie, deren Muster sich in die Vergangenheit zurückverfolgen lässt. Inger Johanne vermutet, es mit einem Nachahmungstäter zu tun zu haben, der von ihrer Vergangenheit beim FBI weiß.
Obwohl Inger Johanne mehr als beschäftigt ist mit ihrem gerade erst geborenen Kind, lässt sie dieser Fall einfach nicht los. Nicht nur wegen des Neugeborenen kommt sie kaum noch dazu, zu schlafen, auch die Morde lassen sie einfach nicht zur Ruhe kommen, denn sie spürt, dass der Täter sich unmittelbar an sie richtet. Während ihr Mann Yngvar bei diesem Fall einfach nicht weiterkommt, versucht Inger Johanne verzweifelt, vor lauter Ängsten bei Verstand zu bleiben.
Buchkritik von Stefanie Rufle
So spannend sich die Zusammenfassung dieses Krimis auch anhören mag, so wenig will es „Was niemals geschah“ allerdings gelingen, seine Leser wirklich zu fesseln. Hier vermischen sich die privaten Probleme von Kommissar Yngvar Stubo mit einem an sich spannenden Fall, so dass am Ende nicht mehr klar ist, ob hier nun das Privatleben des Ermittlers und seiner Frau Inger Johanne im Mittelpunkt stehen soll, oder vielmehr die Ermittlungen zu einem Mordfall. Ständig verliert der Leser den Faden, weiß nicht mehr, von welcher Figur gerade erzählt wird und macht sich eigentlich mehr Gedanken um das komplizierte Familienleben Yngvar Stubos und Inger Johannes, als um die Ermittlungen der Polizei. Vor allem aus diesem Grund will einfach keine richtige Spannung aufkommen, gerät die Figur des Mörders mehr und mehr in den Hintergrund.
Dabei ist die Idee dieses Kriminalromans an und für sich wirklich spannend und faszinierend gleichermaßen. Menschen werden auf eine Art und Weise ermordet, die auf ihr Leben und vor allem auf ihre verborgenen Schwächen schließen lässt. Doch die Umsetzung dieser Idee ist Anne Holt nicht wirklich umfassend geglückt. Zurück bleibt der Eindruck eines etwas unausgegorenen und teilweise ermüdenden Krimis, der den Schwerpunkt zu stark auf die privaten Probleme der Ermittler gelegt hat.
Wissenswertes
Kommissar Yngvar Stubo und Inger Johanne Vik ermitteln in folgenden Fällen:
In kalter Absicht
Was niemals geschah
Die Präsidentin
Gotteszahl
