Schneeweißchen und Rosentot

A Field of Darkness

Schneeweißchen und Rosentot

Autor Cornelia Read Genre Roman
Verlag dtv
ISBN 978-3-423-24668-2
Übersetzung Sophie Zeitz Erscheinungsdatum (D) 2008   
Erschienen 2006  Seiten 432

Inhalt

Madeline Dare ist alles andere als glücklich. Zwar hat sie aus freien Stücken der „feinen“ Welt der Neureichen den Rücken gekehrt, aber aus lauter Liebe ist sie in einer mehr als langweiligen Provinzstadt gelandet, in der so rein gar nichts los ist. Dass ihr Mann Dean dann auch noch dauernd beruflich unterwegs ist und sie zudem einen nicht gerade spannenden Job bei der Lokalzeitung hat, macht die ganze Sache auch nicht einfacher. Doch das ändert sich mit dem Tag, als sie auf einen neunzehn Jahre zurückliegenden Mord an zwei unbekannten jungen Frauen aufmerksam gemacht wird und das durch ein Beweisstück, das auch noch ausgerechnet auf ihren Lieblingscousin in der New Yorker High Society hinweist. Das will Madeline nicht glauben und so beginnt sie mit äußerst stümperhaften Nachforschungen, die sie nicht gerade unauffällig unternimmt. Ihr Cousin wird dabei jedoch tatsächlich entlastet und ihre Anstrengungen gehen bald in eine ganz andere Richtung. Doch dann wird ein neuer Mord begangen und Madeline weiß, dass es ihre Schuld ist. Nichtsdestotrotz macht sie weiter und stößt bald auf eine grausame Wahrheit.

Buchkritik von Angelika Koch

Angelika vergibt 4 von 5 Bs Cornelia Read hat eine sehr erfrischende, leichte und trotzdem nicht triviale Art zu schreiben. Selten liest man Bücher, in denen die Handlung so unbeschwert erzählt wird, ohne dabei platt zu wirken. Es macht einfach Spaß, in das Leben der Madeline einzutauchen und ihre witzige und selbstironische Art mitzuerleben. Auch die Handlung bleibt dabei spannend, spritzig und undurchschaubar bis zum Schluss. Die Autorin versteht es im besonderen Maße, ihre Protagonisten aufleben zu lassen und dem Leser wirklich nahe zu bringen. Es wirkt nichts in diesem Buch unecht, gekünstelt oder konstruiert und das, obwohl die Handlung alles andere als alltäglich ist. Trotzdem kann man sich als Leser sehr wohl vorstellen, dass sich alles genauso hätte zutragen können. Einziger Minuspunkt ist, dass viele Pointen der witzigen und kurzweiligen Wortspiele zwischen den Akteuren dem deutschen Leser verschlossen bleiben. Da müsste man schon mehr „amerikanisches Insiderwissen“ haben. So bleibt das Buch aber auf jeden Fall ein kurzweiliger Lesespaß mit viel Humor und noch mehr Spannung.

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