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Kommende Buchkritiken
Gottes Gehirn
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Autor
Jens Johler, Olaf-Axel Burow
Genre Thriller
Verlag Ullstein ISBN 9783548282244 Erscheinungsdatum (D) 2004 Seiten 320 |
Inhalt
John Eklund, seines Zeichens Klimaforscher und Nobelpreisträger, wird ermordet. Grausames Detail: Nach dem Mord wurde sein Gehirn entfernt. Troller, Wirtschaftsjournalist in Berlin, wird auf diesen Fall besonders aufmerksam, als ein guter Freund, Kranich, ihn diesbezüglich unbedingt sprechen will, dann aber selbst ermordet wird. Troller ist geschockt: Was wollte Kranich ihm mitteilen, inwieweit stehen diese beiden Morde im Zusammenhang? Er beginnt zu recherchieren und entdeckt tatsächlich eine Parallele: Beide Forscher waren vor vielen Jahren an einer Konferenz gewesen, die für die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Wissenschaftszweige plädierte. Und: Eklund und Kranich sind nicht die einzigen, die zwischenzeitlich auf mysteriöse Arte und Weise ums Leben gekommen sind. Zusammen mit der Gerichtsreporterin Jane Anderson fliegt Troller in die USA, um einige der damaligen Teilnehmer zu interviewen. Was Jane und er bei diesen Gesprächen zu sehen und zu hören bekommen, ist mehr als haarsträubend. Was die beiden aber noch viel mehr beunruhigen muss, ist die Tatsache, dass die Mordserie weitergeht und dass in der Umwelt und Tierwelt plötzlich seltsame Veränderungen vor sich gehen ….
Buchkritik von Angelika Koch
Was macht den Unterschied aus zwischen Büchern, die wissenschaftliche Themen und Fakten mit Wahrheiten, Halbwahrheiten und Hypothesen vermischen und teilweise groteske Zukunftsszenarien zwischen ihren Protagonisten diskutieren lassen und dem Leser eine Theorie nach der anderen an den Kopf werfen? Was macht das eine Buch zu einem Flop und da andere so interessant? Die Themen, die in dieser Geschichte angesprochen werden, sind schwierig nachzuvollziehen, teilweise unglaubwürdig und geradezu fantastisch. Und doch: Man kann nicht aufhören zu lesen! Die Autoren verstehen es, trotz der langen Diskussionen zwischen den Charakteren, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Das Buch wirkt wie eine Mischung zwischen Wirtschaftsliteratur, 2012 und Indiana Jones, gepaart mit abstrusen Wahnsinnsideen, die den verschiedenen Forschern durch den Kopf gehen, die im Ansatz aber durchaus Hand und Fuß haben. Alle grundlegenden Gedanken sind wissenschaftlich fundiert und alles, was sich dann darauf aufbaut, klingt zwar fantastisch, für den Leser aber trotzdem nachvollziehbar. So bleibt man aufmerksam bei der Stange und fiebert dem Ende, der Lösung entgegen. Leider aber ist genau dieses Ende dann doch etwas zu abgehoben und vor allem sehr abrupt, und man wird somit etwas enttäuscht zurückgelassen. Dennoch lohnt es sich, dieses Buch zu lesen, denn vieles, was man dort aufnimmt, wird einen noch länger gedanklich beschäftigen.
